Xanten: Kunstmarkt blüht
VON UWE PLIEN - zuletzt aktualisiert: 28.07.2007Xanten (RPO). Die Vorbereitungen für die vierte Ausgabe von Klein MontMartre am 4. und 5. August in Xanten laufen auf Hochtouren. Projektleiterin Hedy Veltkamp präsentiert 57 Künstler zwischen Klever Tor und Mitteltor.
Die Xantener Kunstmeile misst genau 205 Meter – vom Klever Tor bis zum Mitteltor erstreckt sich der Kunstmarkt „Klein MontMartre“ am nächsten Wochenende (4. / 5. August) zum nunmehr vierten Mal. Für Hedy Veltkamp, die das „Festival der leisen Töne“ als Projektleiterin für den Verein Stadtkultur Xanten auf die Beine stellt, geht es jetzt in die heiße Phase.
Frau Veltkamp, vermutlich sind Sie jetzt mehr mit organisatorischen Dingen befasst als mit Malerei und Musik, oder?
Hedy Veltkamp Ja, auf jeden Fall. Zum Beispiel müssen die Stände eingeteilt werden. Ich kenne mittlerweile jeden Bürgersteigvorsprung. Wobei ich sagen muss: Wir stellen die Stände nicht einfach hin. Ich mache eine Inszenierung daraus, das ist wie bei einer Choreografie.
Am 4. und 5. August
Was? Der 4. Internationale Kunstmarkt KleinMontMartre mit 57 Künstlern aus sieben Nationen.
Wann? Samstag, 4. August, 11 bis 22 Uhr, sowie Sonntag, 5. August, 11 bis 19 Uhr.
Wo? Zwischen Mitteltor und Klever Tor in der Klever Straße, Xanten. Ein Künstlerfrühstück findet am Sonntag von 9 bis 10.30 Uhr auf der Klever Straße statt.
Sie betonen immer die große Rolle, die Ihr Mann Herbert Veltkamp bei der Organisation spielt.
Veltkamp Sein Büro ist die Klein MontMartre-Schaltstelle. Wenn er morgens den Computer anschaltet, läuft zurzeit nichts anderes als MontMartre. Meinem Mann gilt der größte Dank für seine Unterstützung. Ohne ihn gäbe es das Projekt in dieser Ganzheitlichkeit nicht, er ist der große Organisator im Hintergrund. Alle Künstler werden von ihm mit Informationen versorgt. Und für mich hat er einen detaillierten Organisations- und Zeitplan erarbeitet. Aber meistens halte ich mich gar nicht daran...
Die Teamarbeit klappt aber offenbar gut.
Veltkamp Ja. Ich habe die Visionen, ich bin die Bilderfrau, und er hält die Fäden zusammen. Wobei man nicht vergessen darf: Wir machen das für den Verein Stadtkultur, da ist die Veranstaltung sehr gut eingebettet. Nicht zu vergessen die Kulturstiftung der Sparkasse am Niederrhein, die Klein MontMartre sponsert.
Was glauben Sie: Welchen Stellenwert genießt der Xantener Kunstmarkt inzwischen?
Veltkamp Er steht jetzt in voller Blüte, im Moment sehe ich keine Steigerungsmöglichkeit mehr. Der Markt ist unser Kind, wir arbeiten jedes Jahr neun Monate dafür. Und das mit Erfolg: Klein MontMartre wird immer bekannter. Ich fahre mit meinem Mann bestimmt zu 25 Ausstellungen oder Kunstmärkten im Jahr, und dort entdecken wir zum Teil die Künstler für Xanten. Immer öfter stellen wir erstaunt fest, dass Klein MontMartre schon ein Begriff ist.
Besteht die Gefahr, dass sich die Idee abnutzt?
Veltkamp Nein, von Routine kann überhaupt keine Rede sein. Ich werde auch weiterhin an der Idee arbeiten, das Ursprungs-Konzept von Aloys Cremers weiterzuführen. Aloys hatte ja damals in Geldern die Idee zu Klein MontMartre, ich habe es in Xanten umgesetzt und zu einem Kunst-Event mit meiner eigenen Handschrift entwickelt. Das ist ein gutes Stück Arbeit. So ist das ja immer: Wenn etwas leicht aussieht wie eine Eislaufkür, steckt meistens harte Arbeit dahinter.
Sie haben diesmal 57 Künstler, die mitmachen, darunter zehn Xantener.
Veltkamp Richtig. Das passt nur deshalb, weil sich zehn Künstler einen Stand teilen. Und weil wir die Kreuzung Klever Straße / Rheinstraße erweitert haben.
Die Künstler an den Ständen sind das eine, das Rahmenprogramm ist das andere. Wie sieht es damit aus?
Veltkamp Das Rahmenprogramm ist gewissermaßen das Salz in der Suppe. So wird wieder Friedhelm Olfen spielen, zum ersten Mal mit seiner Drehorgel. Und Rachel Montiel-Engels singt. Am Sonntagmorgen gibt es Dixieland-Musik von „Milchkännchen“. Diesen Auftritt hat uns die Familie van Dreveldt vom Hotel van Bebber gesponsert. Für Musik sorgen zudem Lena Veltkamp, Laura Pitz und Johanna Rode mit Klarinette, Klavier und Viola. Besonders gespannt bin ich auf den Feuertanz der Strickdesignerin Bina Hengstermann aus Beverungen. Und es gibt auch etwas Witziges: Karin Sadowski von der Ballettschule aus Kevelaer wird am Sonntag ab 15 Uhr mit 20 Kindern eine Kurzfassung des Tanztheaters „Hokus-Pokus-Zauberei“ bringen. Vorher zieht der ganze Tross über den Markt und unterhält die Besucher.
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