Xanten: Kunstschule fördert Kinder
VON UWE PLIEN - zuletzt aktualisiert: 17.10.2007Xanten (RPO). Der Förderverein der Kunstschule Xanten unterstützt Kinder, deren Eltern sich Kurse nicht leisten können. Dazu werden Spenden gebraucht. Claudia Vennemann übergab den Erlös eines Benefiz-Vorspiels ihrer Klavierschüler.
Aljoscha ist elf und lebt in einem Kinderheim in Kevelaer. Er ist ein Junge, der es nicht leicht hat und sich nur selten wirklich wohl fühlt. Ein Ort, der ihm viel Geborgenheit und das Gefühl von Zufriedenheit gibt, ist die Kunstschule Xanten an der Scharnstraße. „Wenn Aljoscha bei uns ist und malen kann, ist er absolut glücklich“, sagt Doris Lohmann, die die private Schule vor zweieinhalb Jahren gründete und seither leitet.
Aljoscha ist ein so genanntes Förderkind. Weil der Junge keine Eltern hat, die ihm Kurse in der Schule bezahlen, nimmt Doris Lohmann ihn auf, ohne dass er dafür bezahlen muss. Weil es die Möglichkeiten der Jung-Unternehmerin überschreiten würde, für derlei Kinder neben kostenlosem Unterricht auch noch Farben, Pinsel und Leinwände zu bezahlen, gibt es einen Förderverein, dessen 1. Vorsitzende Renate Migas ist. „Wir beschaffen Spenden, um Kinder wie Aljoscha hier aufnehmen zu können“, beschreibt die Xantenerin.
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Anschrift: Kunstschule Xanten, Doris Lohmann, Scharnstraße 14, 46509 Xanten. Telefon 02801/988750; E-Mail: info@kunstschule-xanten.de
Es gibt Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an.
Doris Lohmann ist Erzieherin und hat beim Novalis-Hochschulverein in Kamp-Lintfort Diplom-Malerei studiert, gefolgt von einer Meisterschülerausbildung in Münchenstein bei Basel.
Claudia Vennemann spendete
Gestern konnte Renate Migas wieder eine schöne Spende in Empfang nehmen. Claudia Vennemann, die am Fürstenberg in Xanten eine private Klavierschule betreibt, hatte im September ein Vorspiel mit 16 ihrer Schüler organisiert. Den Reinerlös wollte sie nicht für sich behalten, sondern einem guten Zweck zur Verfügung stellen. „Ich möchte die Förderkurse der Kunstschule unterstützen“, sagte die Musikerin. Renate Migas freute sich über 321,70 Euro: „Da können wir schon wieder einiges mit machen“, so die Vorsitzende.
Derzeit werden neben den normalen Kursen sieben Jungen und Mädchen gefördert. „Die Spenden bekommen wir teils von Eltern, deren Kinder bei uns Kurse besuchen, aber auch von Geschäftsleuten. Die Kinder aus unseren Kursen haben aber auch schon eigene Bilder oder selbst Gebasteltes auf Märkten verkauft und das Geld gespendet.“
Über den Kinderschutzbund
Wie aber entsteht der Kontakt zur Kunstschule? „Wir bekommen einige Kinder über die Kinderschutzbund-Ortsgruppen Xanten/Sonsbeck und Alpen. Es gibt aber auch Eltern, die uns direkt ansprechen“, sagt Doris Lohmann.
Für Aljoscha aus Kevelaer hat sich der Besuch der Kunstschule längst gelohnt: Er hat seine ersten Acryl-Bilder bereits erfolgreich vollendet und ist sehr stolz darauf.
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