Xanten: Lauras 19-Gramm-Boot siegte
VON SASSAN DASTKUTAH - zuletzt aktualisiert: 20.06.2007Xanten (RPO). Am ersten „Tag der Physik“ im Xantener Stiftsgymnasium ließen 130 Schüler und Schülerinnen ihre Kreativität spielen. Sie mussten möglichst leichte Boote aus Aluminium basteln.
30 Sekunden
Aus 20 Meter Alufolie bauten die Schüler der Klasse 5 bis 12 Boote, die 30 Sekunden mit Gewicht schwimmen sollten. Teilweise haben die jungen Konstrukteure drei Stunden Arbeitszeit in ihre Aluschiffe investiert. Während des Baus wurde viel experimentiert, bevor die Boote schwammen.
Welche Möglichkeiten schlichte Aluminiumfolie bietet, wenn man experimentierfreudig und kreativ ist, zeigten gestern über 130 Schüler des Stiftgymnasiums Xanten: Beim ersten „Tag der Physik“, den Hans-Peter Dickmann, Physik- und Mathelehrer, initiiert hatte, präsentierten die teilnehmenden Schüler aus den Klassen 5 bis 12, welche physikalischen Talente sie besaßen. „Ich hatte dieses Projekt schon mal an der Duisburger Universität gesehen und dachte mir, ich kann den Schülern auf diesen Wege die Physik näher bringen“, erklärte Dickmann.
Mindestens 30 Sekunden
Die Schülerinnen und Schüler bekamen die Aufgabe gestellt, nur aus Alufolie und Kleber Boote zu bauen, die mindestens 30 Sekunden schwimmen. Der Haken: Die Eigenkonstruktionen wurden mit einem Ein-Kilo-Gewicht beschwert. Sieger des Wettbewerbs wurde die Konstruktion, die sowohl 30 Sekunden schwamm, am leichtesten war und technisch die meisten Raffinessen aufwies (Wasserverdrängung, Verstrebungen sowie Aussehen).
Vier Schüler der neunten Klassen übernahmen die Zeitmessung und Bewertung der Boote. Insgesamt 50 Bootkonstruktionen gingen ins Rennen. Ihre Jungfernfahrt traten die Leichtbaualufolienboote in einer mit ca. 1000 Liter Wasser befüllten Wanne an. Die unterschiedlichste Baukonstruktionen setzten die Schüler in die Wanne: Runde, quadratische oder bootsähnliche Konstruktionen. Rund um die Wanne drängten sich die neugierigen Mitschüler, die freudig und laut die Sekunden mit runter zählten.
Sofort umgekippt
So manches Boot kippte direkt und versank. Viele Konstrukteursgruppen, die das Unheil schon kommen sahen, versuchten angestrengt das Gewicht im Boot richtig auszurichten, um ein Sinken zu verhindern: Doch war die Konstruktion nicht ausgefeilt genug, half alle Mühe nichts: Der Untergang war nicht mehr aufzuhalten. Wiederum andere Schülergruppen bauten extrem stabile Konstruktionen, die in ihrer Technik besonders ausgefeilt waren.
So auch die 15-jährige Schülerin Laura Cleven, die sich den Sieg sicherte: Die junge Schiffskonstrukteurin ließ das leichteste Boot zu Wasser. Kurz wurde das Gewicht richtig justiert und ihre quadratische 19-Gramm-Leichtbaukonstruktion schwamm die ganze Distanz. „Ich habe im Vorfeld viel experimentiert und eine Menge über Physik gelernt“, freute sich Laura.
Platz zwei belegte Maren Willemsen und Platz drei David Schmidt. Als Preis erhielten die drei Bücher über physikalische Themen.
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