Sonsbeck: Nicht "noch ein Buch"
VON KAI HOHMEIER - zuletzt aktualisiert: 03.11.2008Sonsbeck (RPO). Zum Reformationstag predigten in der evangelischen Gemeinde Sonsbeck zwei hochrangige Gäste im Dialog. Anschließend wurde im Kastell die druckfrische „Geschichte der evangelischen Gemeinde“ vorgestellt.
Am vergangenen Freitag gedachten die evangelischen Christen dem Reformator Martin Luther (1483-1546), der gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche wetterte und 1517 seine bekannten 95 Thesen an die Schlosstür zu Wittenberg nagelte. In vielen Gemeinden wurde in besonderen Gottesdiensten daran erinnert.
In Sonsbeck war dies nicht anders, im Gegensatz zu anderem Gemeinden predigten an diesem Tag jedoch gleich zwei hochrangige Vertreter. Pfarrer i.R. Walter Nolde aus Hilden und Professor Dr. Paul Nolte (Professor für neuere Deutsche Geschichte, FU Berlin) sprachen gemeinsam in einer Dialog-Predigt zum Thema „Evangelischer Glaube im 21. Jahrhundert“.
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Die reich bebilderte „Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Sonsbeck“ kostet 9,80 Euro.
Erhältlich ist das Buch im Pfarrbüro der evangelischen Gemeinde, im Rathaus, in der Sparkasse sowie in der Buchhandlung Bücherbogen und im Schreibwaren- und Buchhandel van Stegen.
Nach dem abendlichen Gottesdienst zum Reformationstag lud die Gemeinde ins Kastell zum Festempfang ein. Pfarrer Harry Ittrich konnte im Namen des Presbyteriums eine große Anzahl Interessierter und Gäste zur Feierstunde begrüßen, denn das Buch „Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Sonsbeck vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart“ wurde an diesem Abend in einem Podiumsgespräch vorgestellt. Autoren des Werkes sind Professor Dr. Margret Wensky, Dr. Helmut Rönz und Jürgen Rosen.
Spannung vermittelt
„Nicht noch ein Buch“, sagte Pfarrer Ittrich mit Anspielung auf Heinz Erhardt, der diesen Satz prägte. Denn das Buch der Sonsbecker Kirchengeschichte sei nicht irgendein Buch, das ein tristes Dasein im Bücherregal fristen, sondern die Geschichte lebendig erhalten soll, die Historie Sonsbecks. Jeder der drei Autoren hat sich ein Kapitel der Geschichte vorgenommen, Pfarrer Ittrich interviewte dazu die Autoren und sie vermitteln zusammen die Spannung, die sich beim Lesen einstellen soll. Auch die vielen Ehrengäste aus dem kirchlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben zeigten sich begeistert.
Nach dem offiziellen Teil unterhielt der Kabarettist Professor Okko Herlyn die Festgemeinschaft. Seine kleinen kabarettistischen Einwürfe zum Reformationstag kamen bestens an.
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