Xanten: Pluspunkte für den Papst
VON WALTER PLÜMPE UND ELLEN SCHLÜTTER - zuletzt aktualisiert: 21.10.2008Xanten (RPO). Der Höhepunkt der einwöchigen Romreise der gesamten Marienschule Xanten war die Audienz beim Papst auf dem Petersplatz. Nach der eindrucksvollen Tour mit vielfältigem Programm beginnt heute wieder der Unterricht.
Der größte Ausflug in der Geschichte der Marienschule ist beendet. Am Sonntag kamen Schülerinnen, Lehrer und Eltern gleichermaßen begeistert nach ihrer einwöchigen Romreise wieder in Xanten an. „Es war ein ganz bewegendes Erlebnis“, sagt Schulleiter Alfred Peil nach der Reise.
Der Höhepunkt, da sind sich alle einig, war die Audienz bei Papst Benedikt XVI. Schon für morgens machten sich die Xantener auf zum Petersplatz. Das lange Warten lohnte sich, denn so ergatterten sie Plätze in den vorderen Reihen. Ein großes Banner mit der Aufschrift „Marienschule Xanten grüßt Papst Benedikt“ hatten die Schülerinnen vorbereitet. Denn während die Schulgemeinde den Xantener Dom spielend bis auf den letzten Platz füllt, waren die 554 Mädchen in ihren blauen Poloshirts nur ein kleiner Farbtupfer unter den zigtausend Besuchern auf dem großen Petersplatz. „Dort war schon eine begeisternde, mitreißende Atmosphäre“, schwärmt Schulleiter Peil. Als Papst Benedikt, kaum zwei Meter entfernt, an den Schülerinnen vorbeifuhr und grüßte, sprang die Begeisterung für das Kirchenoberhaupt auf alle über.
Die Romreise
Insgesamt fuhren 14 Busse mit 724 Reisenden am 12. Oktober vom APX aus nach Rom. Neben den 554 Schülerinnen und 33 Lehrern begleiteten einige Eltern und das komplette Team der Marienschule die Gruppe.
Nach etwa 24 Stunden Fahrt erreichten die Busse ihr Ziel, untergebracht war die Gruppe in Bungalows auf einem Campingplatz. Vorgestern trafen die Busse gegen Mittag wieder in Xanten ein.
Vom Papst begrüßt
Papst Benedikt hielt auch eine Ansprache auf Deutsch. „Und als einzige Schule nannte er die Marienschule aus Xanten, über deren Kommen er sich besonders freut“, schildert Peil den unvergesslichen Moment für die 724 Rombesucher. „Diese Geste begeisterte uns schon sehr“, berichten die Schülerinnen auf der Schul-Homepage. Durch seine Herzlichkeit und das sympathische Auftreten habe der Papst viele „Pluspunkte“ gesammelt. Ein weiterer Höhepunkt war die eigens gestaltete Messe im Petersdom, mit Schulchor und Band, die der afrikanische Erzbischof Emery Kabongo in deutscher Sprache abhielt. Eine solche Gelegenheit bekämen Schulen nur selten, freut sich Peil. Zum dichten Programm der Schülerinnen gehörte außerdem die Erkundung der Ewigen Stadt: Je nach Altersklassen oder Interessen besuchten einige Mädchen die Ausgrabungen von Pompeji, die spanische Treppe oder bestiegen die Kuppel des Petersdoms.
Gestern durften sich Schülerinnen und Lehrer von der eindrucksvollen Reise erholen, der Unterricht fiel aus. Ob es in Zukunft eine vergleichbare Reise geben wird? „Vielleicht 2017 zu unserem 200-jährigen Bestehen. Aber in den nächsten zwei, drei Jahren erstmal nicht“, meint Peil.
Essen unter freiem Himmel
Sowohl die Begegnung mit dem Papst, als auch die beeindruckende Stadt Rom machten die Fahrt aus, so Schulleiter Peil, ebenso bemerkenswert sei der Gemeinschaftsaspekt – „Allein das gemeinsame Essen unter freiem Himmel war eine schöne Erfahrung.“ Gemeinsam werden die Schülerinnen diese Woche noch die Fernsehaufnahmen der Papstaudienz ansehen.
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