Sonsbeck: Polizeibeamter bricht Lanze für Schulbusfahrer
zuletzt aktualisiert: 27.06.2007Sonsbeck (RPO). Dass das Problem Schulweg und Schulbusse (RP v. 11. 6.) ein immerwährendes Problem ist, macht ein Brief deutlich, den Manfred Krietemeyer an die RP schrieb. Krietmeyer, der mit diesem Schreiben eine Lanze für die Schulbusfahrer brechen will, war mehr als 30 Jahre lang der zuständige Polizeibeamte für Sonsbeck, Labbeck und Hamb, nach seiner Pensionierung fuhr er noch rund zehn Jahre lang Schulbusse. Seinem Schreiben beigefügt hat er eine sechsseitige Niederschrift von 1999, die sich mit der Problematik in Schulbussen befasst. Krietemeyer: „Das sind Tatsachen – und heute wird es nicht anders sein. Wie sollte ein Kind mit dem Fuß unter den Reifen eines Schulbusses kommen, wenn alle Kinder an der Haltestelle so aufgestellt sind, wie es sich gehört? Natürlich wurde es von einem anderen Kind gestoßen. Wie sollte es anders sein?“
In dem Brief von 1999 reagierte Krietemeyer auf Beschwerden von Eltern gegen ihn als Schulbusfahrer. In der ausführlichen Niederschrift stellte er dar, wie sich Kinder in Schulbussen benehmen, und welche Probleme dadurch auf (Schul-)Busfahrer zukommen. So würden in aller Regel die Kleinen nicht von den Großen drangsaliert. Das Gegenteil sei der Fall. Schüler aus dem zweiten Schuljahr würden 70 Kilo schwere Hauptschüler angreifen und mit ihnen bis zur Erschöpfung kämpfen. Die Kinder würden währen der Fahrt durch den Bus rennen, ihn verschmutzen und Vandalismus betreiben. Schon 1999 bat Manfred Krietmeyer: „Erziehen Sie Ihre Kinder zu Hause – und dann lassen Sie sie heraus. Was die Eltern versäumen, kann ein Busfahrer nicht einlenken.“ Sein Schlusssatz in dem umfangreichen Schreiben damals: „Und wenn ein Kind, welches unangenehm aufgefallen ist, den Bus zuhause verlässt, dann geben wir uns die Hand und die Sache ist vergessen. Noch niemals hat ein Kind den Bus ohne das Zeichen des Friedens verlassen.“
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