Xanten: Spiel den Römerball: Lust auf Basketball
VON SILKE SCHIRMER - zuletzt aktualisiert: 23.02.2007Xanten (RPO). Lüttingen Jacqueline muss loslassen, auch wenn es schwer fällt. Acht Versuche hat die Drittklässlerin der Hagelkreuzschule beim Werfen auf den Korb. Zwei Punkte gibt es, wenn sie den Ball versenkt. Immerhin einen schreiben die Xanten Romans auf ihren Parcours-Zettel, wenn sie Netz oder Rand trifft. Doch Jacqueline aus der 3 b will natürlich möglichst stark punkten. „Aus dem Stand heraus auf den Korb zu werfen ist einfach auch Nervensache. Anfänger sind oft unsicher, ob es der richtige Moment ist und klammern sich an den Ball“, erklärt Hans-Jürgen Krüger von den Xanten Romans. Mit sechs anderen Vereinskollegen ist er in die Lüttinger Schule gekommen, um beim „Römerball“ insgesamt 280 Grundschüler auf den Geschmack am Basketball zu bringen.
Nichts für Einzelkämpfer
Jacqueline hat es schon gepackt. Jeder Wurf hat ihr bisher einen Punkt gebracht. Sie bleibt dran, will ihren ersten Korb beim „Römerball“ werfen. „Beim Basketball schult der Einzelne seine Technik, aber während des Spiels ist Teamwork angesagt. Fünf Leute müssen auf kleinem Raum schnell ihre Spielzüge abstimmen“, erklärt Hans-Jürgen Krüger. „mehr als beim Fußball“, ergänzt Lehrer Joachim Wahl. „Das war für die Schule mit ein Grund, die Romans zusätzlich zu den beiden Basketball AGs für zwei Aktionstage anzuwerben.“ Für Lukas (8) und Frederik (9) ist das bereits eine klare Sache. „Du musst beim Spiel immer gucken, wo die anderen laufen. Sonst hängst du zwischen den Gegenern fest und stehst da mit dem Ball“, sagt Lukas.
Dribbel-Training
Lukas kommt gerade vom beidhändigen Dribbeln, einer weiteren Station im Parcours, und geht zum Passspiel-Training. An seiner Seite: Kumpel Frederik. Er hat gerade optimal das Dribbeln mit zwei Bällen gemeistert. Nicht einfach. Denn Rechtshänder neigen zur stärkeren Konzentration auf den Ball, den sie auf dieser Seite spielen. Bei Linkshändern ist es natürlich umgekehrt. Aber Fredrik hat es gemeistert und drei Smilies auf seinem Parcours-Zettel (prima Leistung). „Ich war lange nicht mehr Basketball spielen“, sagt Frederik. „Aber Samstag gehe ich wieder.“
Ein erster Erfolg für Hans-Jürgen Krüger und sein Team von den Romans. Heute sind sie wieder in der Hagelkreuzschule, um mit den Zweit- und Viertklässlern in den Parcours zu gehen. Jacqueline ist dann nicht mehr in der Turnhalle dabei. Aber die Zeit mit den „Xanten Romans“ hat sie endgültig vom Basketball überzeugt: „Von acht Versuchen habe ich zwei Körbe gehabt“, erzählt sie stolz.
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