Kreis: Tolle Kulisse mit 1500 Schützen
VON WALTRAUD WILLEKE - zuletzt aktualisiert: 10.10.2011Kreis (RP). Bajuwarischer Trubel am Niederrhein: Karl Langenberg, der amtierende Regent des Bürgerschützenvereins Willich/Ursel/Mörmter, gewann beim großen Oktoberschützenfest in Xanten den Titel.
Das Xantener Oktoberfest gilt als das größte seiner Art außerhalb Bayerns. Mehr als 30 000 Gäste werden zu den Veranstaltungen an den drei Wochenenden erwartet. Und längst wird nicht nur nachts gefeiert. Auch die Sonntage stehen jeweils unter einem Motto. Gestern zum Beispiel war Oktoberschützenfest – mit sage und schreibe 1500 Schützen aus 40 Vereinen und zehn Spielmannszügen.
Und es gab natürlich richtig Grund zum Jubeln: "Ich hab's geschafft, damit hätte ich nicht gerechnet, es mir aber innigst gewünscht", freute sich Oktoberfestkönig Karl Langenberg, amtierender König des Bürgerschützenvereins Willich/Ursel/Mörmter, und riss gegen 16.20 Uhr seine Arme in die Höhe. "Unser Schützenverein nimmt das erste Mal am diesem Schießwettstreit teil und gleich haben wir Erfolg", sagte Karl Langenberg und sah strahlend seine Königin, Ruth Stappert, an.
"Kompetenter Partner"
"Mit der St. Willibrord-Bruderschaft haben wir einen kompetenten Partner für die Organisation gefunden", sagte Wilfried Meyer, Leiter des Freizeitzentrums Xanten, zufrieden.
Bereits zum dritten Mal richtete die St. Willibrord-Schützenbruderschaft aus Wardt das Schützenoktoberfest im großen Festzelt an der Xantener Südsee aus. Gestartet wurde, wie es sich gehört, mit einem Umzug vom Hafen in Wardt zum Zelt. Organisator Tanko Scholten, Brudermeister der ausrichtenden Schützen und derzeit auch Stadtschützenkönig in Xanten, war richtig stolz über die wieder gestiegene Zahl der Teilnehmer aus der ganzen Region.
Viele Königspaare mit Gefolge
Der Umzug bot eine imposante Kulisse, denn zahlreiche Königspaare wurden vom Throngefolge begleitet. Schillernde Festroben lockerten farblich das Bild der uniformierten Schützen aus den Bruderschaften, von Bürgerschützenvereinen und Musikformationen auf.
Johannes Wiemann von der St. Willibrord Bruderschaft in Wardt hatte einen edlen Königsadler konstruiert, der alsbald heftig attackiert wurde. Willi Hess, König der St. Nikolaus Bruderschaft in Veen, sicherte sich den Kopf des Wappentier. Den hölzernen Vogelschwanz nahm Heinz Adolf Magoley (St. Antonius Bruderschaft Twisteden) als Trophäe mit. Den linken Flügel traf Klaus Pieper vom Tambourcorps St. Willibrord Wardt, und das rechte Pendant ging an Klaus Dolke vom Tambourcorps der Bürgerschützen in Flüren.
Beim Kampf um die Königswürde bewies Margret Willemsen, amtiertende Schützenkönigin in Wardt, ihre Treffsicherheit, denn einige Minuten vor dem Finale holte sie bis auf einen restlichen Holzspan fast den kompletten Rumpf von der Vogelstange. König Karl Langenberg wurde der Wandervogel überreicht, den Adolf Dormann von der St. Bernhard-Bruderschaft Rossenray fertigte.
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