Xanten: Vorfreude auf neue Wache
VON RENE PUTJUS - zuletzt aktualisiert: 23.10.2009Xanten (RPO). Die in die Jahre gekommene Xantener Polizeiwache wird für mehr als eine halbe Millionen Euro umgebaut und modernisiert. Bis Ende Januar müssen deshalb einige der 31 Beamte in drei Containern arbeiten.
Den Charme der 70er-Jahre, den das Mobilar der Wache Xanten bisher ausstrahlt, werden die 31 dort auf zwei Etagen beschäftigen Beamten garantiert nicht vermissen. In der kommenden Woche beginnt die Umgestaltung und Modernisierung mit Augenmerk auf das Erdgeschoss, bereits gestern zogen einige der Polizisten in provisorische Räumlichkeiten.
Die ehemalige Schule
Bis mindestens Ende Januar befindet sich der Arbeitsplatz des jeweiligen Wachhabenden, der Schreib- und Aufenthaltsraum in drei Containern hinter dem zu sanierenden Gebäude an der Karthaus 14 auf den angrenzenden Garagenhof.
Sechs im Kommissariat
Von den 31 Polizisten in Xanten arbeiten sechs im Kommissariat im Obergeschoss und 25 im Wachdienst.
Neue Fenster mit Sicherheitsglas bekommt auch die Weseler Außenstelle des Jugendamtes, die im Xantener Polizei-Gebäude im ersten Stock untergebracht ist.
"Eventuelle Unannehmlichkeiten nehmen wir gerne in Kauf. Schließlich verbessert sich unser Arbeitsumfeld gravierend", sagte der stellvertretende Wachleiter Lothar Pöppler, der gestern seinen 51. Geburtstag feierte. 1978 war die Wache von der Marstraße in die Räume der ehemaligen Schule umgezogen.
Die neue Sicherheitstechnik
Eine Modernisierung ist nun dringend notwendig, vor allem im Bereich der Sicherheitstechnik. Neben dem Wachbereich werden Aufenthaltsraum, Schreibstube und Sanitärbereich erneuert. Hinzu kommt eine Behindertentoilette. In rund vier Monaten werden die Beamten überdies aus neuen Sicherheitsglasfenstern schauen.
Die Kosten der Umbauarbeiten belaufen sich auf mehr als eine halbe Millionen Euro. Darin enthalten ist auch die Wärmedämmung der Fassade, die allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt erneut wird. "Irgendwann im kommenden Jahr soll diese zweite Maßnahme in Angriff genommen werden", weiß Kriminalhauptkommissar Pöppler. Die Xantener Polizeiwache bekomme dann wohl einen roten Anstrich.
Michael Fischer war gestern Morgen der Erste, der am Funk-Tisch der Übergangsräumlichkeiten Platz nahm. Der "Umzug" in den Container sei problemlos gelaufen, berichtete der wachhabende Polizeihauptkommissar. Auch er räumte gerne mit Vorfreude auf den bald renovierten Arbeitsbereich den angestammten Platz im Wachbereich, auf dessen Mobilar die aussagekräftige Umschreibung "Gelsenkirchener Barock" hervorragend passt.
Erneuert wird übrigens ebenfalls der Eingangsbereich, im Zuge der Sanierung verschwindet hier zudem die Fensterfront mit dem farbigen Glaselementen. Sicherlich einst schön anzuschauen, aber in Energiespar-Zeiten längst aus der Mode. Der Charme der 70er-Jahre hält ab Montagmorgen Auszug aus der Xantener Wache.
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