Xanten: Was das Damenherz begehrt
VON MAREIKE GEHRMANN - zuletzt aktualisiert: 12.01.2009Xanten (RPO). Bei der Damensitzung des Xantener Carnevalvereins herrschte im Schützenhaus Hochstimmung. Nummernboy René, Tanzgarde des XCV, Fanfarencorps Grün-Weiß, Ingrid Kühne und andere Künstler begeisterten das Publikum.
Karten für Sitzungen
Der XCV weist darauf hin, dass die Karten für die beiden Karnevalsveranstaltungen am 7. und 14. Februar bei Alfred Schweers (Tel. 02801 823) bestellt werden könnten.
Auch wenn einige Künstler dort ebenfalls auftreten, haben sie sich alle bemüht, dort ein anderes Programm, eine andere Rede, aufzuführen, so dass es sich lohnt, auch dort noch einmal Gast zu sein.
Die Herren der Schöpfung haben auf der vierten Damensitzung des Xantener Carnevalvereins (XCV) wahrlich nichts zu sagen. Bereits im Sommer hatten sich die Närrinnen alle Karten geschnappt. Nach einer kurzen Begrüßung vom Vorsitzenden Heinz Schweers und Sitzungspräsident Rainer Groß regierten die Damen im Xantener Schützenhaus. Und doch ließ ausgerechnet ein Mann die Frauenherzen höher schlagen. Der Polizist, Sultan und sexy Mann im Anzug zugleich – René. Ein Nummernboy und Stripper mit Niveau. Zwischen jeder Aufführung schnappte er sich einige Damen, tanzt auf „Mein Stern“, eröffnete eine Polonäse oder stellte seine Qualitäten unter Beweis. „Da kommt René wieder. Ich bin ja so aufgeregt“, freute sich eine Vertreterin des allzu schwachen Geschlechts.
Kölsche Lieder
Aber auch die Künstler auf der Bühne sorgten für Furore. Den Anfang machten die sechs Rainbowsisters, die die Piraten, Giraffen, Matrosen, Engel, Zwerge und viele mehr in Stimmung bringen. Die Tanzgarde des XCV schwang die Beine zum Cancan und der angezogene Stefan Bullmann erzählte von seinen Schützenkameraden und dem einen oder anderen Malheur infolge zu starken Alkoholgenusses.
Mit Kölschen Liedern eröffnete der Fanfarencorps Grün Weiß des Xantener Blutwurstkomitees sein Programm. „Rot sind die Rosen“ riss alle Frauen von den Plätzen. Der ganze Saal sang und schunkelte. Auch die bereits bekannten Gesichter von Willi Girmes, den Volleys und dem Männerballett aus Appeldorn begeisterten die Närrinnen. Für frischen Wind sorgten Attacke, Take Datt und das Dortmunder Partyluder Danny.
Doch auf eine Frau schienen alle gewartet zu haben – Ingrid Kühne. Mit Alditüte und Klobürste bewaffnet, stolzierte die Lüttinger Hausfrau unter tosendem Applaus zum Rednerpult. „Wenn ihr hier weiter so klatscht, werden wir nie fertig“, entgegnete sie. „Warum feiern wir eigentlich Weihnachten? Da ist ein Mann geboren! Seit doch mal ehrlich. Tagtäglich wird ein Mann geboren, der sich für einen Gott hält“, begann sie. Ihr Mann Ralf war das Hauptopfer. Auch die männlichen Organisatoren des XCV kriegten ihr Fett weg. Ein Ahnungsloser überreichte ihr ein Glas Wasser. „Danke schön, aber dafür seid ihr hier auch da, sonst habt ihr hier nichts verloren.“ Sogar Figurprobleme wurden nicht außer Acht gelassen. „Lieber Gott, wenn du mich schon nicht so schlank machst, dann mache die anderen Frauen wenigstens dick“, flehte sie.
Nur die dumme Probe
Was sie als Frau nach fast zwanzig Ehejahren tragen müsse? „Ein Notebook und nen Kasten kaltes Bier“, war sich Ingrid Kühne sicher, um die Aufmerksam ihres Mannes noch zu erhaschen. Und das Ergebnis dieser Geschicht‘? „Der Mann war nur die dumme Probe. Wir Frauen sind das Meisterstück!“
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