Xanten: Xanten, Vorhof des Paradieses
VON WALTRAUD WILLEKE - zuletzt aktualisiert: 12.01.2009Xanten (RPO). „Die Leistungen für das Ehrenamt müssen weiter gefördert werden“, mit diesem eindringlichen Appell beendete Holger Müller, Landtagsmitglied der CDU, seinen Festrede beim Neujahrsempfang der CDU-Fraktion im Xantener Rathaus. Rund 130 Gäste konnte der Fraktionsvorsitzende Heinrich Gundlach begrüßen. In die Reihe der Festgäste reihten sich Delegierte aus rund 50 Xantener Vereinen, denen man für das ehrenamtliche Engagement im Bereich Sport, Soziales, freie Jugendarbeit und Schulen Dank und Anerkennung zollte.
„Mit Xanten verbinde ich besondere Emotionen, denn als junger Reiseunternehmer führten meine ersten Touren im Jahre 1978 in diese schöne Stadt“, begannen die launigen Ausführungen von Holger Müller zum Ehrenamt. Er sammelte persönliche Erfahrungen als Ehrenamtlicher in unterschiedlichen Bereichen. Daher bewertete er Xanten als Vorhof des Paradieses, wenn man auf die hervorragende Förderung des lokalen Ehrenamtes schaue.
Vorbildliches Verhalten
„Der Staat kann nicht alles machen“, betonte er und verwies auf die Freiwilligkeit, die einfach unverzichtbar sei. Doch wer leistet diese Arbeit in 20 bis 30 Jahren? Müller sprach die Hoffnung aus, dass beim Nachwuchs grundsätzlich die Bereitschaft zur Hilfe für andere vorhanden sei, diese aber noch mehr aktiviert werden müsse. Man solle auch besser vermitteln, dass Team- und Mannschaftsgeist positive Erlebnisse seien, welche auch die eigene Entwicklung fördern. „Integration wird nirgendwo so gut gelöst wie im Verein“, betonte er und lobte die Xantener für ihr vorbildliches Verhalten.
Nach den Ausführungen von Holger Müller soll die sportliche Förderung alle Altersklassen integrieren. Neben dem Aspekt der Breitensportförderung müsse der Spitzensport wieder in den Fokus gerückt werden. „Wir benötigen landesweit ein System zur Früherkennung von Talenten“, lautete sein Credo.
„Ohne sie wären wir ärmer“
Die Landtagsabgeordnete Marie-Luise Fasse plädierte für ein solidarisches Miteinander, wo weniger das Reden und mehr das gemeinsame Handeln im Vordergrund stehen müsse. Nach Ihren Erfahrungen könnten viele Vereine und Verbände ohne ehrenamtliche Mitarbeiter nicht existieren. „Ohne sie wären wir ärmer“, betonte auch Bürgermeister Christian Strunk und bezeichnete das Ehrenamt als festes Fundament für das Gemeinwesen. Eine lange Liste an positiven Projekten gab Zeugnis über die gute Zusammenarbeit von Stadt und Ehrenamtlichen in Xanten.
Der Shanty Chor aus Vynen bereicherte den Neujahrsempfang der CDU-Fraktion in Xanten mit maritimen Melodien. Mit einem zünftigen „Leinen los“ und „Ahoi“ begeisterten sie das Publikum. Die musikalische Leitung lag in den bewährten Händen von Edith Maas.
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