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Bewegungsraum statt Zweifach-Sporthalle

VON RENE PUTJUS - zuletzt aktualisiert: 20.11.2009

Der Neubau einer Zwei- oder gar Dreifachturnhalle, von der die Xantener Vereine seit vielen Jahren träumen, lässt sich wohl (in naher Zukunft) nicht realisieren. Bürgermeister Christian Strunk hatte Vorstandsmitglieder einiger Clubs zum Informationsgespräch eingeladen, auch um ihnen die finanzielle Situation der Stadt darzulegen. Hintergrund des Treffens: Die Vereinsvertreter wünschen sich mehr Hallenkapazitäten – allen voran die Tänzer der "Quibbles", die TuS-Handballer und die Basketballer der Romans. "Es waren offene und konstruktive Gespräche. Über einige Vorschläge ist diskutiert worden", sagte der Rathaus-Chef auf Nachfrage. Gesprächsinhalt war auch der Hallen-Belegungsplan, der dringend überarbeitet werden muss. Am Ende wurde daher eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die durch Umlegungen diverser Angebote neue Kapazitäten freischaufeln und für eine Sportarten gerechtere Verteilung sorgen soll.

Die günstige Alternative

Freilich hat Strunk einem Neubau keine Absage erteilt. Wahrscheinlich läuft's aber auf eine günstigere Lösung hinaus. Die vom TuS-Vorsitzenden Heinrich Gundlach mehrmals angesprochenen Pläne für einen Bewegungsraum als Anbau an der Landwehr-Halle scheinen am ehesten umsetzbar. Über die Größe müsste freilich nochmals diskutiert werden. "Der Bau einer Zweifach-Turnhalle würde rund 2,2 Millionen Euro kosten. Das ist viel Geld für Xanten. Und man muss auch die Folgekosten im Auge behalten", erläuterte der Bürgermeister. Er appellierte an die Vorstände, Kompromisse einzugehen. Die "Quibbles" müssen sich daher wohl von ihrer Idee einer neuen Trainingsstätte in Marienbaum verabschieden.

"Quibbles" stecken zurück

Die Stadt favorisiert eine zentrale Lösung, also eine in der Innenstadt. "Bevor wir gar nichts bekommen, haben wir dafür offene Ohren", meinte Sportart Andreas Ahls. Dies geschieht aber nicht ohne Bauchschmerzen. "Wir schauen in die Zukunft. Wenn die Grundschule tatsächlich irgendwann schließen muss, ist es doch sinnvoll, den Kindern am Ort wenigstens eine Freizeitmöglichkeit wie das Tanzen zu bieten." Zudem bemerkte er, dass "Entscheidungen in Sachen Fußball wohl schneller getroffen werden". Er zielt mit dieser Aussage auf den vom SSV Lüttingen lang gehegten Wunsch nach einem zweiten Platz. Die Stadt dürfe die Unterstützung des Hallensports nicht aus den Augen verlieren. Hans-Jürgen Krüger, der Vorsitzende der Xanten Romans, hatte sich mehr vom Besuch im Rathaus versprochen. Die Basketballer hoffen nun, durch den Bau des Bewegungsraums "in zweiter Reihe" zu profitieren.

Quelle: RP

 
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