Fußball-Landesliga: Budberger Höhenflug
VON RENE PUTJUS - zuletzt aktualisiert: 05.12.2008Nach einer Siegesserie haben die Landesliga-Fußballerinnen des SV Budberg zur Tabellenspitze aufgeschlossen. Über die Meisterschaft möchte Trainer Wilhelm Barnowski (noch) nicht reden.
Vor der Weihnachtsfeier im Sportheim des SV Budberg, bei der auch lustige Wichtelgeschenke den Besitzer wechseln, warten noch 90 Minuten Arbeit. Und in der letzten Partie vor der Winterpause gegen den VfR Warbeyen soll der Höhenflug der SVB-Fußballfrauen auf keinen Fall abrupt enden. Die Mannschaft von Trainer Wilhelm Barnowski – vor der Saison dazugestoßen – scheint sich gefunden zu haben.
Nach den Erfolgen der vergangenen Wochen findet sich Budberg auf dem zweiten Tabellenplatz der Landesliga mit Tuchfühlung auf Spitzenreiter SV Walbeck wieder. Dabei waren die Spielerinnen Mitte Oktober noch in ein Loch gefallen. Damals hatte das Team in Walbeck mit 1:6 verloren. Jetzt wissen’s die Kickerinnen besser: Die Klatsche war ein Weckruf, fünf Siege folgten. „Wir haben zu unserem Spielsystem gefunden.
Vier Punkte Rückstand
Der SV Budberg belegt derzeit mit 29 Punkten den zweiten Tabellenplatz. Der SV Walbeck liegt mit vier Zählern Vorsprung an der Spitze.
Simone Schroers, die Torjägerin des SVB aus der vergangenen Saison, hat mit dem Lauftraining begonnen.
Ausfälle von Stammkräften sind nicht mehr ganz so tragisch“, sagte der Coach. Über den Aufstieg habe aber noch niemand gesprochen. Und auch auf der Weihnachtsfeier der Mannschaft werde die Verbandsliga garantiert kein Thema sein.
Jakob gut vertreten
Barnowski ist lang genug im Trainergeschäft tätig, um zu wissen, dass die Formkurve ganz schnell wieder in die andere Richtung zeigen kann. Doch der SVB macht mittlerweile einen gefestigteren Eindruck als noch zu Beginn der Spielzeit. So wurde der Ausfall von der etatmäßigen Torhüterin Jessica Jakob gut kompensiert. Feldspielerin Ann-Katrin Kühne war eine würdige Vertreterin. Und Nicole Siepen füllt ihre Rolle im Defensivbereich immer besser aus. Martina Meyer ist ebenso auf einem guten Weg.
Kapitänin Jennifer Heinen hält die Truppe nicht nur auf dem Platz zusammen. Und Budberg hätte garantiert noch mehr Punkte auf dem Konto, wäre Simone Schroers nicht in der gesamten Hinrunde ausgefallen. „Als Stoßstürmerin ist sie nicht zu ersetzen“, meinte Barnowski, der sich auf das 4-4-2-System festgelegt hat. Es gebe dem Budberger Spiel die nötige Stabilität. Zudem sagte er: „Die Trainingsarbeit fruchtete immer besser. Die Mannschaft ist auf einem guten Weg.“
„Wir behalten die Ruhe“
Wo der Weg letztendlich endet, möchte Barnowski nicht prophezeien: „Wir behalten die Ruhe. Wir schauen nur von Spiel zu Spiel. Erst Ende März, Anfang April sehen wir dann weiter.“ Der Name von Simone Schroers wird dann garantiert schon auf der Torschützen-Liste zu finden sein. Sie kehrt, sehnsüchtig erwartet, im Februar zurück.
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