Segeln: Die zwei WM-Segler
VON RENE PUTJUS - zuletzt aktualisiert: 22.06.2007Torsten Wenten aus Wardt und Stephan Handick aus Kamp-Lintfort segeln bei der „Kieler Woche“ mit. Der Saison-Höhepunkt steht ihnen aber noch bevor. Im Juli nehmen sie mit dem Flying Dutchman an der WM teil.
Sie gilt als eine der ältesten Segelveranstaltungen der Welt. Für Weltmeister und Olympiasieger ist eine Teilnahme im Boot auf der Ostsee Pflicht. Die „Kieler Woche“, die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum feiert, zieht Wassersportler magisch an. Über 6000 Segler messen sich dieser Tage in 27 Disziplinen. Mittendrin: Torsten Wenten (29) aus Wardt sowie Stephan Handick (26) aus Kamp-Lintfort. Das Duo hatte gestern seine erste Wettfahrt im „Flying Dutchman“ (FD). Der Feuerwehrmann und der Diplom-Soziologe sind bereits zum sechsten Mal dabei. „Wir wollen unter die ersten Zehn segeln“, sagte Vorschoter Handick voller Zuversicht. Bei mäßigen Windverhältnissen ließen sie ihre Jolle zu Wasser. Optimale Bedingungen für die Mitglieder des Schifferverein und Wassersportclub Vynen. Sie gehören zur Fraktion der Leichtwind-Segler.
Zweite WM-Teilnahme
Bei der „Kieler Woche“ segelten Handick/Wenten allein viermal in der Jugendklasse mit.
Im Juli nimmt das Duo zum zweiten Mal an einer WM teil. 2005 in Ungarn waren sie von 83 Startern auf Platz 47 gelandet.
Auf dem Mittelmeer
Ihr Start bei der „Kieler Woche“ – zehn Wettfahrten sind bis einschließlich kommenden Sonntag vorgesehen – dient auch als Vorbereitung auf das Highlight des Jahres, das das Gespann vom 13. bis 22. Juli in den südöstlichen Teil Spaniens führt. Handick und Steuermann Wenten haben sich für die FD-Weltmeisterschaft qualifiziert, die diesmal in der Salzwasser-Lagune Mar Menor stattfindet. Dort rechnet sich das Duo einiges aus. Über 70 Boote sind gemeldet. Handick liebäugelt mit einem 20 Platz oder besser – wenn alles glatt läuft. „Dort ist zu dieser Jahreszeit Hochsommer. Die Verhältnisse wie beispielsweise der Wellengang ähneln denen bei der ,Kieler Woche’. Und damit können wir uns anfreunden“, sagte der Kamp-Lintforter. Er und Wenten liegen derzeit in der nationale Rangliste auf Platz 16.
Die Saison hat alles andere als optimal begonnen. Wegen beruflicher Verpflichtungen kam das Training nach dem Jahreswechsel zu kurz.
Zwei Frühstarts
Der Start bei der Deutschen Meisterschaft Ende Mai auf dem Ammersee wurde zum Desaster. Nach zwei Frühstarts und der damit verbundenen Disqualifikation verzichteten die beiden frustriert auf die letzte fünfte Wettfahrt. Rang 47 von 56 Booten stand letztlich zu Buche. „Das wird uns so schnell nicht mehr passieren“, meinte Handick gestern im Brustton der Überzeugung.
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