Tischtennis: Laggers Triumphzug
VON ANNE PASSMANN - zuletzt aktualisiert: 20.03.2007Bei der Westdeutschen Meisterschaft der Tischtennis-Senioren gewann Helmut Lagger vom SV Menzelen im Einzel und Doppel den Titel. Und im Mixed erreichte der Oldie auch das Finale.
Auftritt in Gütersloh
Helmut Lagger vom Verbandsligisten SV Menzelen hat sich für die Deutsche Senioren-Meisterschaft vom 25. bis 28. Mai in Gütersloh qualifiziert.
Teamkollege Udo Gansel darf noch auf eine Teilnahme hoffen. Ihn muss der Westdeutsche Tischtennis-Verband nominieren. Die ersten acht Plätze sind für die Viertelfinalisten der „Westdeutschen“ reserviert. Aber es stehen noch zwei weitere für die Achtelfinalisten zur Verfügung.
Altstar Helmut Lagger hat bei der Westdeutschen Meisterschaft der Tischtennis-Senioren ein Auftritt mit einem dicken Ausrufezeichen hingelegt. Der Verbandsliga-Spieler des SV Menzelen deklassierte in seiner Altersklasse der über 60-Jährigen die Konkurrenz. Er räumte in Paderborn nach 2005 zum zweiten Mal den Titel ab. Im gesamten Turnierverlauf gab Lagger nur zwei Sätze ab. Beide verlor er im Halbfinale an seinen härtesten Widersacher Klaus Peiffer, der als „Neusechziger“ den Dreifachtriumph angestrebt hatte.
Ein Langnoppen-Spieler
Auch im Doppelfinale stahl Lagger mit seinem Partner Harald van Bühren den Gengern die Show und wiederholte seinen Vorjahrestriumph. Die einzige Niederlage steckte er im Mixed ein. Mit Irmhild Schmidt musste sich Lagger im Finale Peiffer und Christel Kipp geschlagen geben. Für den „bewegungslosen Langnoppenspieler“, wie er sich selbst gerne bezeichnet, waren es gelungene Meisterschaften, die durch das tolle Ambiente in der Maspernhalle in Paderborn unterstützt wurden. Außer ihm kamen auch noch Teamkollege Udo Gansel, Petra Post und Dirk Twardygrosz (beide TuS Xanten) über die Gruppenphase hinaus. Für Gansel war in der Altersklasse 50 im Achtelfinale Schluss. Trotzdem träumt er weiter von seiner ersten Teilnahme bei einer Deutschen Meisterschaft. Im Mixed und im Doppel musste Gansel direkt die Segel streichen. Post erreichte mit viel Glück das Hauptfeld in der AK 40. Bis auf Annette Schimmelpfennig, die locker durchmarschierte, hatten alle Damen in ihrer Gruppe nur einmal zugeschlagen. Aufgrund des besseren Satzverhältnisses setzte sie sich als Gruppenzweite durch. Dann war auch für die Xantenerin Ende. Im Doppel musste sich das Paar Post/Balfoort in der zweiten Runde zwei Regionalliga-Spielerinnen geschlagen geben. Im Mixed mit dem Klever Peter Hendricks kam für Post in der ersten Runde das Aus. Mitkonkurrentin Ursula Nückel (SV Sonsbeck) erwischte einen schlechten Tag. In ihrer Gruppe, die die Stärkste der Konkurrenz war, war sie chancenlos und schied direkt aus. Den meisten Spaß hatte sie noch im Mixed an der Seite von Gerd Kowalski (TuS 08 Rheinberg) – aber auch da war nach dem ersten Durchgang alles vorbei.
Alte Bekannte getroffen
Kowalski schied in seiner Konkurrenz ebenfalls in der Vorrunde aus. Trotz hoher Führung brachte er den zweiten möglichen Sieg im dritten Einzel nicht nach Hause. Er nutzte die Teilnahme vor allem als Training unter Wettkampfbedingungen und genoss es, viele Bekannte wieder zu treffen. Twardygrosz überstand die Gruppenphase der AK 40, trat aber dann aufgrund zu langer Verzögerungen im Turnierablauf nicht mehr zum Achtelfinale an. In der aussichtsreicheren Doppelkonkurrenz war für ihn und Ulf Boden dann schon im Viertelfinale alles vorbei.
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