Maxim geht volles Risiko
zuletzt aktualisiert: 10.12.2007
Und plötzlich stand Maxim Stiefel vor einer ganz schwierigen Entscheidung. Bei den Deutschen Eiskunstlauf-Meisterschaften für den Nachwuchs U 15 in Dresden belegte der Zwölfjährige vom GSC Moers nach dem Kurzprogramm unter 23 Teilnehmern den beachtlich guten sechsten Platz. Jetzt galt’s: Auf Sicherheit laufend (mit dem Einfach-Axel) hätte er noch auf Rang vier vorstoßen können. Mit Risiko (mit dem Doppel-Axel) wäre noch ein Medaillenrang (vermutlich Bronze) möglich gewesen. Maxim, der in Budberg wohnt, entschied sich für die Risiko-Variante, stürzte beim Doppel-Axel und blieb Sechster des Gesamtklassements. Seine Trainerin Beate Mühlenkamp-Themann: „Das war eine Klasse-Leistung.“ In der Tat: Vom Patzer beim Doppel-Axel abgesehen – und wer will dem jungen Mann da schon einen Vorwurf machen – erlaubte sich das Talent keine einzige Schwäche im Kreis der immerhin durchweg älteren Konkurrenten, überzeugte bei sämtlichen Sprungkombinationen und Pirouetten sowie insbesondere im künstlerischen Eindruck. Damit scheint ihm der Aufstieg in die Juniorinnenklasse (bis zu 19 Jahre) nahezu sicher. Dazu sollte Maxim aber im März beim Deutschland-Pokal in Dortmund seine Leistungen möglichst noch mal bestätigen.
Quelle: RP
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