Basketball: Mehr Perspektive unter dem Korb
VON RENE PUTJUS - zuletzt aktualisiert: 28.05.2010Zwei Jungen-Mannschaften der Xanten Romans spielen am Wochenende um den Regionalliga-Aufstieg. Weitere Teams sollen folgen. Um langfristig in der höheren Klasse mithalten zu können, müssen mehr Hallenzeiten her. Das Problem ist nicht neu, die Lösung lässt auch sich warten.
Hans-Jürgen Krüger ist zu Recht stolz auf die Jugendarbeit des Basketballvereins, den er einst im März 2006 mitgegründet hat. Die Talente der Xanten Romans haben zahlreiche Titel gewonnen, die allerdings in der untersten Spielklasse. Nun schicken sich die U14- und U16-Jungen an, in die Regionalliga aufzusteigen. Am Wochenende treten sie in der Landwehr-Halle an. Zuletzt war der U18 vor zwei Jahren als erste und bisher einzige Mannschaft der Romans der Sprung aus der Kreisklasse gelungen – dort mangels personeller Alternativen allerdings chancenlos geblieben und gleich wieder abgestiegen. Die Voraussetzungen bei der U14 und U16 sind gleichwohl wesentlich besser, weil der Unterbau vorhanden sei, sagte Krüger. Um allerdings langfristig in der Regionalliga bestehen zu können und damit den nächsten Schritt im sportlichen Entwicklungskonzept des Vereins zurückzulegen, muss intensiver trainiert werden.
Timo bringt Kuchen mit
Im letzten Saisonspiel gewannen die U12-Basketballer der Xanten Romans gegen den SV Kessel mit 129:55. Dabei erzielte Timo Winnekens den hundertsten Punkt und muss nun einen Kuchen ausgeben.
Zur Mannschaft, die ungeschlagen Niederrheinmeister wurde, gehören zudem Luca Sommer, Rouven Remy, Mark Sengutta, Alex Möller, Roy Wisniewski, Momo Rohleder, Lukas Peters, Steen Hennig, Luis Laakmann, Louis Terhardt, Tristan Boeck, Carl-Lennart Eube und Julius Stelldinger. Trainer sind Kati Krüger, Martin Schöneborn sowie Ulf Sengutta.
Fahrten bis in den Kölner Raum
Und da drückt weiterhin der Schuh. Neue Hallenzeiten seien immer noch nicht in Sicht, so Krüger. Hauptsächlich aus diesem Grund hatten Mannschaften der Romans in der Vergangenheit nicht an den Aufstiegsspielen teilgenommen. Die Befürchtung, in der Regionalliga zu viel Prügel zu beziehen, war zu groß. Und der Aufwand mit Fahrten teilweise bis in den Kölner Raum rechtfertigte nicht das zu erwartende Endergebnis. Nun, meinte Krüger, müsse der Vorstand den Spielern aber eine Perspektive bieten. Die Krux: Die Konkurrenz schläft nicht, die besten Talente könnten abgeworben werden, sofern weiterhin auf die Aufstiegschance verzichtet wird. So hoffen die Romans, dass die Stadt endlich eine Lösung findet und mehr Hallennutzungszeiten zur Verfügung stellt. Eigens dafür war vor einigen Monaten eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen worden. "Das war vor der Wahl. Mittlerweile herrscht Stillstand", berichtet der Vereinschef. Es gebe zwar losen Kontakt zur Verwaltungsspitze und anderen Vereinen, eine schnelle Lösung sei aber weiterhin nicht in Sicht. "Unsere Basketballer trainieren in fünf verschiedenen Hallen. Um Konstanz reinzubekommen, müssen wir noch zu viel improvisieren", sagte Krüger, der weiter auf "eine friedliche Koexistenz" setzt.
Die zwei Jungen-Mannschaften der Romans wollen ihrerseits an diesem Wochenende Werbung für den Sport unter dem Korb betreiben. Die U16 trifft morgen ab 11 Uhr auf den TV Voerde und MTG Horst. Der Gruppenerste steigt in die Regionalliga auf. Die U14 empfängt tags darauf um 14 Uhr Bayer Dormagen. Der Sieger verlässt die Kreisklasse. Der TV Gerthe hat zurückgezogen. "Sie müssen sich extrem anstrengen", meinte Krüger. So wie er und seine Vorstandskollegen, um an weitere Hallenzeiten zu kommen.
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