Reiten: Neues vom Wardter Marschenhof
VON RENE PUTJUS - zuletzt aktualisiert: 31.12.2008Tillmann Michael Freudenberg ist vor einigen Monaten auf den Marschenhof gezogen. Dort betreibt er mit seiner Lebensgefährtin eine Pferdepension und eine Reitschule. Der 55-Jährige ist begeisterter Gespannfahrer. Einmal nahm er sogar an der Deutschen Meisterschaft teil.
Es duftet nach Tee und Plätzchen. Neben deutsch wird auch französisch und arabisch gesprochen. Für Tillmann Michael Freudenberg, den neuen Hausherrn des Marschenhofes, ganz normal. Seit einigen Monaten wohnt der begeisterte Gespannfahrer, der unter anderem 2003 an der Deutschen Meisterschaft teilnahm, mit seiner marokkanischen Lebensgefährtin Karima El Gaoui (36) und Familienmitgliedern in Wardt. Hier betreibt der 53-Jährige mit seiner zukünftigen Ehefrau – nächstes Jahr wird geheiratet – eine Pferdepension und eine Reitschule. Seit dem Einzug im Juli hat sich auf dem Marschenhof viel getan, weitere Projekte sind geplant. „Ich möchte Talente im Turniersport begleiten und weiterbringen“, sagt der Pferdeliebhaber mit der Passion für den Kutschensport. Fünf Stück, auch zu Unterrichtszwecken, sind derzeit in seinem Besitz. Die Leidenschaft fürs Gespannfahren entdeckte er 1992.
Neuer Internetauftritt
Es gibt Dressur- und Geländeprüfungen, Hindernisfahren und Kombinierten Wertungen aus allen drei Prüfungen.
In der kommenden Woche wird die neue Internetseite freigeschaltet: www.marschenhof-reitbetrieb.de
Als Maschinenbauingenieur ist Tillmann Michael Freudenberg für die Duisburger Firma FKM-Walzentechnik oft auch in den USA (Illinois) und im chinesischen Schanghai unterwegs.
Alpenritt nach Meran
Freudenberg, in Mannheim geboren und in Weinheim an der Bergstraße aufgewachsen, kaufte sich 1987 sein erstes eigenes Reitpferd, einen großen Fuchswallach aus der DDR-Warmblutzucht. Fünf Jahre später wechselte der Ingenieur zum Fahrsport. Nachdem er die Prüfung zum Silbernen Fahrabzeichen absolviert hatte, folgten wenig später die ersten Teilnahmen an S-Turnieren. Groß war die Freude für die Berufung in den hessischen Landeskader. Freudenberg fand aber auch immer mehr Gefallen an der Ausbildung. 1999 bestand er am Landesgestüt Dillenburg die Prüfung zum Fahrlehrer. Daran schloss sich die Zulassung zur Trainer-A-Lizenz an. „Zu meinem Lehrgangsangebot kamen nun auch Doppellongenkurse hinzu“, erzählt Freundenberg, während er an seiner Tasse Tee nippt. Das Reiten kam nicht zu kurz. „So nahm ich 2003 am Alpenritt von München nach Meran teil, eine tolle Geschichte.“ Seit zwei Jahren gibt ihm Vielseitigkeitsreiter Ralf Ehrenbrink, fünfmaliger Olympia-Teilnehmer, regelmäßig Tipps. Höhepunkte als Zwei-Gespann-Fahrer seien neben dem Mittelfeldplatz bei den „Deutschen“ auch Teilnahmen an zwei internationalen Turnieren gewesen. Über seine Vergangenheit redet Freudenberg allerdings nur, wenn er gefragt wird. Viel lieber möchte er über seine Zukunft und die des Marschenhofes (fünf Hektar sind gekauft, dazu zwei gepachtet) sprechen. Auf dem neuen 35x70 Meter großen Außenplatz kann natürlich auch gefahren werden. Nebenan auf der Weide soll ein Hindernisparcours entstehen. Die Leitung für die Wasser-Durchfahrt liegt bereits, im Frühjahr soll der Brunnen ausgehoben werden.
Drei Reitlehrer
Vera Koppers-Dams hat Anfang diesen Monats mit ihren Pferden auf dem Marschenhof Quartier bezogen. Melanie Mölderings und Franz Preiß sind ebenfalls dort als Reitlehrer tätig. Die Pferdepension (Zucht/Haltung) bietet Platz für 45 Tiere. 2009 sollen die ersten Lehrgänge (Dressur und Springen) in Wardt stattfinden. Ralf Ehrenbrink wird einen leiten. Und natürlich möchte Tillmann Michael Freudenberg so schnell wie möglich Kurse im Gespannfahren anbieten. „Darauf freue ich mich doch am meisten.“
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