Basketball: Romans in der Zwickmühle
VON RENE PUTJUS - zuletzt aktualisiert: 31.10.2009Die Xanten Romans benötigen dringend mehr Hallenzeiten, sonst könnte die sportliche Entwicklung ins Stocken geraten. Auf den Aufstieg wurde verzichtet. Ehemaliger DDR-Nationalspieler ist nun Cheftrainer.
Hans-Jürgen Krüger weiß, dass die sportliche Konkurrenz nicht schläft. Als Vorsitzender der Xantens Romans, dem aufstrebenden Basketballverein in der Domstadt, hegt er Befürchtungen, dass die gegnerischen Clubs in naher Zukunft hoffnungsvolle Talente abwerben könnten. Mannschaften, die eine bessere sportlichen Perspektive und Trainingsmöglichkeiten bieten. Denn da hakt's bei den Romans. Es fehlt in erster Linie an Hallenzeiten für die zehn Teams, die in den Kreisligen um Meisterschaftspunkte spielen. Aus diesem Grund war vier Jugend-Mannschaften vor dieser Saison der Aufstieg verwehrt geblieben.
Eigenständig seit 2006
Im März 2006 haben sich die Basketballer vom SV Vynen-Marienbaum getrennt und den Verein Xanten Romans aus der Taufe gehoben. Den Vorsitz übernahm Hans-Jürgen Krüger.
2. Vorsitzender ist Manfred Peters, Geschäftsführer Ulf Sengutta und Sportwart Gerald Stangl.
Rund 200 Basketballer
"Eine Trainingseinheit in der Woche reicht nicht aus, um in der Ober- oder Regionalliga mitzuhalten", sagte der Vorsitzende, der dennoch an den ehrgeizigen Zielen festhält. In zwei, bis drei Jahren sollen alle Teams in höheren Klassen ihre Körbe werfen. Die Romans bauen auf die Unterstützung der Stadtspitze, die versprochen habe, den Hallen-Belegungsplan zu überarbeiten und den derzeit rund 200 Korbjägern mehr Raum zu offerieren. Der Vorstand hat seine sportlichen Hausaufgaben gemacht. So wurde im vergangenen Sommer mit Rainer Amende ein erfahrener Cheftrainer installiert. Jetzt laufen beim ehemaliger DDR-Nationalspieler die Fäden zusammen. Natürlich findet auch er es für die Entwicklung nicht förderlich, dass die Mannschaften auf fünf Hallen im Stadtgebiet verteilt sind. "Die Stadt hat damals den Kardinalfehler gemacht, beim Bau des Schulzentrums nicht eine Dreifach-Halle mit einzuplanen. Darunter leiden nicht nur wir Basketballer", meinte Krüger, der in den kommenden Wochen auf einen "tragbaren Kompromiss" mit der Stadt und den anderen Vereinen hofft. Er betonte: "Wir wollen niemandem verdrängen oder Hallenzeiten wegnehmen. Wir wissen, dass auch wir Abstriche machen müssen." Die Romans geben sich kämpferisch. Mittlerweile hat sich der Vorstand entschieden, dass die Mannschaften im nächsten Jahr am Saisonende aufsteigen dürfen.
Auch weil die Vereinsspitze befürchtet, dass ansonsten die Motivation leiden könnte. Einige Teams feiern regelmäßig hohe Siege. Das ist toll, auf Dauer aber langweilig, wenn Gegner auf Augenhöhe fehlen. Doch da taucht eventuell ein weiteres Problem auf. Für den Start in den höheren Ligen muss der Verein weitere infrastrukturelle Bedingungen erfüllen, die der Westdeutsche Basketball-Verband vorgibt.
Umzug ausgeschlossen
"Wir wissen noch nicht, ob sich die Landwehr-Halle als Spielstätte eignet", sagt Krüger. Dann bliebe nur die Bahnhofshalle, in der aber die Handballer des TuS Xanten ihre Liga-Partien bestreiten. "Ich bin guter Dinge, dass wir eine Lösung finden würden", so der Vorsitzende weiter. Einen Umzug in eine Stadt mit einer größeren Halle schloss er indes aus. "Wir werden uns schon einigen – irgendwie."
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