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WM-Euphorie auf der Ostsee

VON MAREIKE GEHRMANN - zuletzt aktualisiert: 09.08.2008

Windsurfer Christian Kowollik nimmt erstmals an einer Weltmeisterschaft teil. Vor dem polnischen Sopot liebäugelt der 52-Jährige aus Xanten mit einer Medaille. Bis zu zwölf Rennen muss er bis zum 16. August absolvieren.

Vorgestern ging’s endlich los. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Maria reiste Christian Kowollik von Xanten aus ins polnische Sopot bei Danzig zu den „World Masters“ der Techno 293-Klasse. Zum ersten Mal hat sich der gebürtige Pole für die Weltmeisterschaft im Windsurfen qualifiziert. Anfang Juni hatte er in der Altersklasse Grand Master, also bei den 45- bis 55-Jährigen, den Deutschen Meistertitel gewonnen. Nun erhofft sich der 52-Jährige eine Medaille auf internationaler Bühne. „Ich habe mir die Teilnehmerliste angeschaut und gesehen, dass ich gute Chancen habe. Aber ich bin vorsichtig mit Spekulationen. Es ist besser, wenn man sich von hinten an den Besten heran surft“, lautet seine Devise.

Nicht so hohe Wellen

Christian Kowollik hat hart für eine gute WM-Form gearbeitet. Zuletzt bereitete er sich am vergangenen Wochenende auf der Nordsee vor dem niederländischen Renesse für Sopot vor. „Ich hatte Glück, dass das Wetter mitgespielt hat. Der Wind war gut. Die Ostsee hat zwar nicht so hohe Wellen, und der Wind ist auch nicht so stark, aber ich bin gut vorbereitet“, ist sich Christian Kowollik sicher. Auch sein Vereinskollege Heiner Homlinghausen vom Paderborner Yachtclub startet im Deutschlandtrikot bei den über 55-Jährigen – den Veteranen.

Heute beginnt die Weltmeisterschaft mit einer außergewöhnlichen Eröffnungsfeier. „Ein Athlet des Ausrichtervereins startet für Polen bei den Olympischen Spielen in Peking im Windsurfen. Das ist eine besondere Ehre für den Verein. Daher wollen sie zusammen mit den Olympischen Spielen feiern und etwas Besonderes machen“, erklärte Kowollik. Vom 11. bis zum 16. August wird es dann auch für den Xantener Physiotherapeuten ernst. In zwölf Rennen müssen die Windsurfer auf einem abgesteckten Ostsee-Kurs ihr Können unter Beweis stellen. Die letzten zwei je Durchgang werden jeweils aus der Wertung gestrichen.

Wind-Informationen

„Das Wichtigste ist, dass man sich vorher Informationen über den Wind besorgt. Da kommt mir mein Polnisch zugute. Wir müssen wissen, wie die Wetterlage ist, und wann der Wind sich dreht“, sagte er und meinte weiter: „Dann habe ich alles getan, was ich tun konnte. Ich bin gut drauf und werde mein Bestes geben.“

Quelle: RP

 
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