Erkelenz: Ärger in der Fußgängerzone
VON ANKE BACKHAUS - zuletzt aktualisiert: 26.06.2008Erkelenz (RPO). Die Stadt Erkelenz will fahrradfreundlich werden. Nicht nur der Arbeitskreis „ÖPNV und Verkehr“ strebt dieses Ziel mit Nachdruck an, auch bei der Vollversammlung des Runden Tisches, die jetzt zum fünften Mal stattfand, war dieses Thema in aller Munde.
Doch dann entwickelte sich die Diskussion flugs in die umgekehrte Richtung: „Trotz meines hohen Alters bin ich bestrebt einen Initiativkreis ,Fußgängerfreundliche Stadt’ zu gründen“, sagte ein Besucher. Seine Ansicht teilten indes auch weitere Teilnehmer, Stein des Anstoßes war die Fußgängerzone in der Innenstadt. Einige ältere Mitbürger fühlen sich durch rücksichtslose Fahrradfahrer in diesem Bereich heftig bedrängt, wie sie übereinstimmend erklärten. In aller Deutlichkeit forderten sie die Verwaltung auf, in der Fußgängerzone für Ordnung zu sorgen und notfalls empfindliche Bußgelder zu verlangen.
Kontrollen gefordert
Dr. Hans-Heiner Gotzen, Erster Beigeordneter der Stadt, versuchte die Gesetzeslage zu erklären. Demnach fällt die Kontrolle nicht in die Zuständigkeit der Verwaltung, sondern in die der Polizei. Die Versammlungsteilnehmer zeigten sich damit aber nicht zufrieden. Auf Unverständnis stieß, dass die Stadt für den fließenden Verkehr, also auch Radfahrer, nicht zuständig sei.
Unterdessen zeigte sich, wie intensiv in den drei Arbeitsgruppen gearbeitet wird: Die Kreise „Soziales Engagement“, „Wohnen im Alter“ und „ÖPNV und Verkehr“ treffen sich nicht nur, um zu diskutieren, sondern erarbeiten sinnvolle Vorschläge. Das wurde aus den Berichten deutlich. Klaus Labahn, Sprecher des Arbeitskreises „ÖPNV und Verkehr“, sprach erneut die „Ärgernisse“ Bürgerbus und Postgebäude an; beide Themen bleiben im Gespräch. Den barrierefreien Zugang zur Post will der Arbeitskreis unbedingt erreichen.
Anne Dulies, Sprecherin des Runden Tisches, hatte auch Dr. Karl-Heinz Feldhoff eingeladen. Der Leiter des Kreisgesundheitsamtes stellte die Handlungsempfehlungen zur Gesundheitsförderung und zur Sicherung der gesundheitlichen und sozialen Versorgung der älter werdenden Bevölkerung im Kreis vor. Dabei geht es u.a. um Ernährungsfragen, gesellschaftliches und soziales Engagement für Senioren und die Stärkung der Fähigkeiten Älterer. Feldhoff wird die Punkte bei der nächsten Versammlung des Runden Tisches konkretisieren.
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