Erkelenz: Augenarzt-Mord: Belohnung ausgesetzt
VON ANDREAS SPEEN - zuletzt aktualisiert: 18.02.2010 - 12:01Erkelenz (RPO). 5000 Euro Belohnung sind im Fall des getöteten Augenarztes aus Erkelenz ausgesetzt worden. Der 51-Jährige war am Nachmittag des 9. Januar von einem Ehepaar, das spazieren ging, auf einem Feld zwischen Immerath und Titz erschossen gefunden worden.
Zwischenzeitlich wurde zur Ermittlung und Ergreifung der Täter oder des Täters eine Belohnung in Aussicht gestellt, teilten die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach und die Mordkommission Aachen gestern mit.
Der getötete Augenarzt, der aus Holzweiler stammte, war im Jahr 2002 in Heinsberg in eine Gemeinschaftspraxis eingestiegen, zuvor war er in Belgien und Norddeutschland tätig. Erst zum Jahresbeginn hatte er eine neue Arbeitsstelle in einer Erkelenz Gemeinschaftspraxis angetreten. Einst war er Schüler am Erkelenzer Jungengymnasium (heute Cusanus-Gymnasium). Vor seinem Tod gehörte der 51-Jährige einem Schießsportverein an und fuhr Motorrad.
Mögliche Kontakte in die Rockerszene oder zu einem Motorradclub wurden von den Ermittlern überprüft, von Oberstaatsanwalt Peter Aldenhoff gestern jedoch im Gespräch mit der RP ausgeschlossen. Auch gebe es "keine heiße Spur in die Niederlande oder nach Belgien", wo es Gerüchte gegeben hatte, der mit zahlreichen Schüssen aus einer Schnellfeuerwaffe Getötete könnte dort versucht haben, Geld eintreiben zu lassen, um das er möglicherweise betrogen worden war.
Die intensiven Ermittlungen und die bisherigen Hinweise aus der Bevölkerung haben noch nicht zur Aufklärung der Tat geführt. Dazu sagte Aldenhoff: "Das Umfeld des Opfers, alle, die mal Kontakt zu ihm hatten, sind befragt worden – bisher sind alle Spuren im Sand verlaufen."
Antworten auf drei Fragen sind den ermittelnden Beamten besonders wichtig: Wer hat am Freitag, 8. Januar, nach 18 Uhr im Bereich der Robert-Bosch-Straße in Erkelenz oder im Bereich des Fundortes bei Immerath (Landstraße 19) verdächtige Beobachtungen gemacht? Wer kann Angaben zur Person und den Lebensumständen des Mordopfers machen? Wer kann sonstige Hinweise geben, die zur Aufklärung des Falls beitragen können? "Mag dem Einzelnen seine Beobachtung oder Information auch unbedeutend erscheinen, kann sie für die Ermittler dennoch ein wichtiger Mosaikstein für die Aufklärung des Verbrechens sein", betonten die Staatsanwaltschaft und Mordkommission gestern.
Hinweise an die Mordkommission Aachen unter Tel. 02431 9905707 oder Tel. 02452 9200; bisherige Berichte zum Thema finden Sie im Internet unter:
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