Erkelenz: Baustelle Kreishaus
VON ANKE BACKHAUS - zuletzt aktualisiert: 19.08.2010Erkelenz (RPO). Seit Januar wird das Kreishaus an der Valkenburger Straße in Heinsberg energetisch saniert. Im Mittelpunkt steht der Austausch der Heizungsanlage. Die Ämter arbeiten während der Bauarbeiten weiter.
kreis heinsberg Wie oft er schon durch die rund 550 Büros der Kreisverwaltung gelaufen ist und dabei die 700 Mitarbeiter gegrüßt hat? Thomas Gleichmann vom Amt für Gebäudewirtschaft zählt das längst nicht mehr. Erst recht nicht, seit er die Arbeiten, die seit Januar laufen, koordiniert. Die energetische Sanierung des Kreishauses an der Valkenburger Straße steht im Mittelpunkt. Die riesige Heizungsanlage wird komplett modernisiert.
Mangelhafte Dämmung
Ein wahrer Kraftakt, muss Gleichmann es doch schaffen, die Arbeiten während der üblichen Dienstzeit stattfinden zu lassen. Der Diplom-Ingenieur sagt: "Die ganze Maßnahme basiert auf einem Energiekonzept, das für das Kreisverwaltungsgebäude angefertigt wurde. Wir haben dabei festgestellt, dass nach heutigem Standard nur eine mangelhafte Dämmung vorliegt."
Bis September 2011
Untersuchungen Im Rahmen des technischen Energiekonzeptes wurden der Zustand der Gebäudehülle, Art und Ausführung der technischen Ausrüstung und das Nutzerverhalten untersucht.
Kreishaus Baubeginn war 1978, der Einzug erfolgte 1981.
Abschluss Die derzeitige Sanierungsmaßnahme soll im September 2011 abgeschlossen sein.
Dem Kreis kamen die Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II gerade recht, der Investitionsschwerpunkt liegt auf Infrastrukturmaßnahmen. Der Förderanteil liegt bei 2,7 Millionen Euro, der Eigenanteil, den der Kreis selbst trägt, wird sich zwischen 800 000 und einer Million Euro bewegen.
Die ersten Baumaßnahmen bezogen sich auf den Dachbereich, hier wurde auf einer Fläche von 2100 Quadratmeter eine etwa 20 Zentimeter dicke Wärmedämmung im so genannten Einblasverfahren verbaut. Ausgetauscht werden auch alle 1581 Heizkörper, übrig bleibt davon nur noch ein Drittel dieser Heizkörpermenge. Gleichmann: "Damit geht dann auch eine geringere Wassermenge einher, die erwärmt werden muss, was letztlich weniger Energie erfordert." Im gleichen Zug lässt Gleichmann auch das Rohrsystem erneuern.
Künftig können die Heizungen per Einzelraumregelung gesteuert werden. Die vorhandene Gaskesselanlage weicht einer Anlage, die die Energie aus regenerativen Rohstoffen (Anteil: mindestens 80 Prozent) erzeugen wird. Auch die Sanierung der Beleuchtungsanlage soll für eine weitere Energieeinsparung sorgen. Die Sanierung läuft übrigens nicht etagenweise ab, was laut Gleichmann üblich wäre. Vielmehr erfolgen die Arbeiten senkrecht. Gleichmann: "Dadurch ist es uns möglich, nicht gleich ganze Ämter lahm legen zu müssen."
Rund 30 Jahre alt
Und wenn ohnehin schon die Handwerker im Haus sind, erhalten die Büros nach rund 30 Jahren einen neuen Anstrich und Bodenbelag. Gleichmann: "Es ist eine große Herausforderung, die Arbeiten zu organisieren. Aber sowohl die Mitarbeiter als auch die Hausmeisterei leisten einen erheblichen Anteil am reibungslosen Ablauf ." Frage des Tages
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