Erkelenz: Bunter Zug bei grauem Wetter
VON DOMINIK MERCKS - zuletzt aktualisiert: 23.02.2009Erkelenz (RPO). Die Lövenicher Hoppesäck lachten den Regen gestern einfach weg. Und präsentierten einen abwechslungsreichen Zug, der auch vor aktuellen Themen nicht Halt machte. So war auch der "Papst" in Lövenich dabei.
Seine Tollität ließ sich die Laune nicht verderben. "Das Wetter wird noch besser", war sich Prinz Hans-Jürgen II. sicher. Da war es 14 Uhr, der Regen in Lövenich nahm eher zu als ab, mehr und mehr Kostüme verschwanden unter Plastikfolien – und auch der Prinz suchte Schutz unter einem Überhang. "Wir feiern bei jedem Wetter", gab Prinzessin Ute I. die Parole für den Tulpensonntagszug aus, doch am Ende siegte der königliche Optimismus: Pünktlich um 14.11 Uhr hörte der Regen (fast) auf, der närrische Zug konnte sich bei zwar grauem, aber immerhin trockenem Wetter in Bewegung setzen.
Hoppesäck-Endspurt
In vollen Zügen genoss Hoppesäck-Tollität Hans Jürgen II. gemeinsam mit Prinzessin Ute I. den Zug. "Aber ich bin trotzdem froh, wenn alles geschafft ist", verriet der Prinz. Heute muss er noch einmal ran: Ab 16.30 Uhr lassen die Hoppesäck die Session mit der "Beach-Party" ausklingen.
Bunte Fußgruppen
Was folgte, war eine bunte und abwechslungsreiche Narren-Parade. Zwar hatte der Lövenicher Zug im Vergleich zu den Vorjahren etwas an Größe eingebüßt, nicht aber an Farbenvielfalt. Dafür sorgten vor allem die Fußgruppen der Lövenicher Nachbarschaften: Als "Hoppehexen" machte das Königsberger End den Zug unsicher, aus Neu Königsberg kam "Shaun, das Schaf". Die Jungschützen präsentierten sich als "Blue Man Group", Verwandte und Freunde des Prinzenpaares geisterten als "Fluch der Prinzenfamilie" durch Lövenich.
Unterstützung kam auch aus den Nachbarorten: Holzweiler schickte "Heidi und Ziegenpeter" und bunte Mexikaner an den Nysterbach, aus Erkelenz kamen "Verrückte Bauern" und aus Granterath die exotische "Dschungel-Abwehr". Gleich zwei Gruppen nahmen sich aktuelle Themen vor: Eine Fußgruppe um Harald und Aribert Mathissen erklärte die Banker der Wirtschaftskrise zu den "Narren der Session", eine zweite Fußgruppe ließ den Papst samt fehlgeleiteten Bischöfen in Lövenich Einzug halten.
Viel Narrenvolk also für Hans-Jürgen II. und Ute I., die sich nach der Parade in den Zug einreihten und mit ihrem strahlenden Lachen endgültig dafür sorgten, dass kein Jeck mehr ans Wetter dachte.
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