Erkelenz: Burg als Ort der Bürger
zuletzt aktualisiert: 08.09.2006Erkelenz (RPO). Der Bezirksausschuss Erkelenz-Mitte regt eine stärkere Nutzung des ältesten Bauwerks der Stadt an. Davor steht allerdings eine Restaurierung – für deren Finanzierung Sponsoren gefunden werden müssen.
Historisches
Die Burg war im Mittelalter Bestandteil der Stadtbefestigung. Ihr jetziges Aussehen erhielt sie um 1500 nach einer vollständigen Restaurierung. Bis heute erhalten ist der mächtige Burgfried mit einer Höhe von 23 Metern. Der heutige Zugang über die Freitreppe wurde erst bei der Restaurierung Ende der 50er Jahre geschaffen. (Quelle: Stadt Erkelenz)
Für eine stärkere Nutzung der Erkelenzer Burg macht sich – nach einem Antrag der CDU-Fraktion – der Bezirksausschuss Erkelenz-Mitte stark. Allerdings ist das alte Bauwerke restaurierungsbedürftig. Vom aktuellen Zustand machten sich Mitglieder des Ausschusses wie auch des Heimatvereins der Erkelenzer Lande an Ort und Stelle ein Bild. Danach sprach RP-Redakteurin Kristina Hellwig mit dem Vorsitzenden des Ausschusses, Heinz Musch.
Was wünschen Sie sich für die Burg?
Musch Ich möchte, dass die Burg als ältestes Bauwerk von Erkelenz erhalten, gepflegt und genutzt wird – auf Dauer. Und dass die Bevölkerung diesen Ort annimmt, als einen Platz, an dem man sich gerne aufhält und der seiner Tradition entsprechend genutzt wird.
Welche Nutzung stellen Sie sich denn vor?
Musch Da gibt es vielfältige Möglichkeiten. Beispielsweise könnten die Schule, besonders die Grundschulen, noch stärker als sie es jetzt schon tun die Burg für Lesenächte, Burgspiele oder Unterricht vor Ort, etwa zum Thema Ritter, nutzen. Die Schule könnten dort feiern, so viele Orte gibt es dafür in Erkelenz ja nicht, aber auch die allgemeine Bevölkerung und die Vereine könnten die Burg für ihre Feste nutzen. Und im Sommer könnte es dort Konzerte und Ausstellungen geben. Das hat es in der Vergangenheit ja alles schon einmal gegeben.
Warum ist das heute nicht mehr so?
Musch Weil die bauliche Substanz der Burg das nicht mehr hergibt. Die sanitären Anlagen sind nicht mehr herzeigbar, die Heizung müsste erneuert werden, vermutlich das Dach auch. Immerhin ist es trocken.
Wie wollen Sie die Erneuerung anpacken?
Musch Wir möchten versuchen über einen Verein, hier bietet sich der Heimatverein an, eine Arbeitsgruppe zu gründen, die sich um das Bauwerk kümmert. Natürlich nur in Absprache mit der Stadt und dem Denkmalschutz.
Und wer soll die Sanierung zahlen?
Musch Das ist der nächste Punkt. Für solche Maßnahmen hat die Stadt bekanntermaßen kein Geld. Also muss die Arbeitsgruppe Geld beschaffen – über Sponsoren. Aber wir sind optimistisch, dass wir in Erkelenz Menschen finden werden, die unser Anliegen unterstützen.
Wie geht es jetzt praktisch weiter?
Musch Der Heimatverein prüft zunächst, ob die Aufgabe der Denkmalpflege auch seiner Satzung entspricht. Als nächstes suchen wir Mitbürger, die mitarbeiten möchten. Und wir suchen das Gespräch mit dem Technischen Beigeordneten der Stadt und dem Denkmalschutz.
Kontakt: Heinz Musch, % 0 24 31 / 79 32.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



