Erkelenz: Burg und Bahn im Blick
VON MICHAEL HECKERS UND ANGELIKA HAHN - zuletzt aktualisiert: 29.04.2010Erkelenz (RPO). NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper eröffnete gestern den umgestalteten Burgberg in Wassenberg. In Wegberg sagte er, dass sich das Land für die Reaktivierung des Eisernen Rheins an der A 52 einsetzen werde.
Wassenberg / Wegberg Einen Zuschussbescheid für die von der Stadt beantragte Fortführung der Stadtsanierung hatte Minister Lutz Lienenkämper zwar nicht in der Tasche, als er gestern um 16.15 Uhr das Flatterband zur offiziellen Eröffnung des umgestalteten Wassenberger Burgbergs mit Bürgermeister Manfred Winkens und den Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Heinsberg durchschnitt. Dafür schüttete der NRW-Minister für Bauen und Verkehr Lob in Hülle und Fülle für das Projekt aus.
Europagedanken leben
"Ihr habt hier ein Stück Heimat geschaffen", sagte er. Und sah in Wassenberg "eine ganze Reihe von Alleinstellungsmerkmalen, die die Stadt touristisch interessent machen". Zudem lebe die Stadt Wassenberg durch die grenzüberschreitende touristische Zusammenarbeit den Europagedanken. Im Mittelpunkt stehe dabei die Burg und vor allem der markante, die frühere Motte krönende Bergfried, der nun durch Sichtachsen hervorgehoben werde. Die bessere Erreichbarkeit des Wahrzeichens aus der Innenstadt hob der Minister hervor, jedoch nicht ohne den direkten Zugang zur Burg als Zukunftsperspektive zu erwähnen, der bislang noch nicht umgesetzt werden konnte.
B 221n in der Diskussion
B 221n Eine Beurteilung der Planung B221n und der umstrittenen Rurquerung wich Minister Lienenkämper gestern aus. Er wolle kein Öl ins Feuer gießen, sagt er nur, wohl wissend um das lange Hin und Her bis zum Kompromiss "Bürgermeistertrasse". Bei einem Besuch in Aachen hatte Regierungspräsident Lindlar eine Umplanung nicht ausgeschlossen.
Beteiligung Kürzlich ist das Beteiligungsverfahren zur B221n/Umgehung Unterbruch abgeschlossen worden. Die Erörterung aller Stellungnahmen (öffentlich) wird für Spätsommer erwartet.
Bürgermeister Manfred Winkens hatte zuvor den nun abgeschlossenen ersten Abschnitt in den Gesamtkontext des Handlungskonzepts Innenstadtsanierung gestellt, in dem auch die Graf-Gerhard-Straße ihr Gesicht verändern und der Bergfried für Veranstaltungen nutzbar gemacht werden soll. Sein Dank ging an eine Vielzahl Projektbeteiligter und Fürsprecher aus der Politik.
Lienenkämper machte auch in Wegberg Station. Ein klares Nein des Ministers zur Reaktivierung des Eisernen Rheins auf der historischen Trasse durch Wegberg hörten die CDU-Anhänger und anwesenden Mitglieder der Bürgerinitiative gegen den Eisernen Rhein nicht. "Ich bin nicht gegen irgendeine Trasse, sondern ich bin für die optimale Lösung, um die notwendige Verstärkung der Infrastruktur des Industrielandes Nordrhein-Westfalen zu erreichen", sagte Lienenkämper in der neuen CDU-Geschäftsstelle. Gutachten sprechen laut Lienenkämper eine deutliche Sprache: Die Trasse an der A 52 sei die leistungsfähigste Lösung. Darum werde sich NRW dafür einsetzen. Der nächste Anlauf, einen Staatsvertrag mit Deutschland, Belgien und den Niederlanden abzuschließen, könne frühestens Ende 2010 unternommen werden. NRW habe mit der A 52-Variante ein klares Verhandlungsziel. Lienenkämper: "Ich gehe davon aus, dass wir unser Verhandlungsziel erreichen." Frage des Tages
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