Erkelenz: Cusanus-Gymnasium
zuletzt aktualisiert: 26.01.2011 - 17:40Die vier Begabtenkurse des Cusanus-Gymnasiums präsentierten ihre Ergebnisse aus dem vergangenen halben Jahr. Dazu gehörten naturwissenschaftliche Experimente, die Verknüpfung von Homepages und kreatives Schreiben.
Auf einen Blick
Zahlen: 1912 Schüler, 128 Lehrer, durchschnittliche Klassenstärke in der Sekundarstufe eins: 26
Unterrichtsstunde 45 Minuten
Unterrichtszeit 7.30 bis 12.40 Uhr (sechs Stunden), 13.45 bis 15.15 Uhr bei Nachmittagsunterricht
Verpflegung: Mensa (Auswahl aus vier Menüs a 2,50 Euro).
Anmeldetermine Klasse 5: 14. bis 19. Februar und 9. bis 11. März; Klasse 11: 21., 22., 24., 25. Februar.
www. cusanus-erkelenz.de
erkelenz Wissenschaft kann auch schon mal unappetitlich sein – erst recht, wenn das Resultat der Forschung plötzlich im heimischen Kühlschrank liegt. So erging es zumindest Silke Stenzel. Deren Tochter Lisa (14) ist am Cusanus-Gymnasium Mitglied des Experimente-Förderkurses von Biologie-Lehrer Boris Mischnik – und diese Schüler haben sich im vergangenen halben Jahr nicht nur mit DNA-Bestimmungen und Bakterien befasst, sondern auch Schweinsaugen und Fische seziert. „Bei der Forelle habe ich dabei dummerweise die Gallenblase erwischt und zum Platzen gebracht“, erzählte Lisa nun bei der offiziellen Präsentation der vier Begabten-Förderkurse, zu der die Schule auch die Eltern der Schüler eingeladen hatte.
Merkwürdiger Geruch
Das Resultat von Lisas Missgeschick: Der Fisch nahm eine seltsame gelbliche Farbe an – und roch auch merkwürdig. Was Lisa so beeindruckte, dass sie den Fisch mit nach Hause nahm, um ihn auch mal ihrer Mutter zu präsentieren. „Als ich dann nichtsahnend den Kühlschrank öffnete, ist mir schon anders geworden“, bekannte die Mama lachend.
Gelacht werden durfte anschließend auch beim von Lehrerin Mirjam Ricklefs geleiteten Literatur-Café. Da lasen Oberstufenschüler zum Teil ebenso witzige wie hintergründige selbstverfasste Texte über Phobien aller Art vor. Einmal die Woche trifft sich der Kurs in einem Erkelenzer Café. „Sogar in den Ferien“, betonte Ricklefs. Dabei tragen sich die Jugendlichen ihre Texte gegenseitig vor, wird anschließend darüber diskutiert. „Die Atmosphäre in einem Café ist dabei einfach anders als in der Schule“, erläuterte Ricklefs, die am Cusanus seit drei Jahren die Begabtenförderung auch insgesamt leitet.
Apropos Atmosphäre: Aus diesem Grund würde Lehrerin Maria Wirtz, Leiterin des Kurses kreatives Schreiben für Unter- und Mittelstufenschüler, ihre Schüler zur Inspiration gerne einmal in die Erkelenzer Burg bitten – angesichts des bearbeiteten Themas im vergangenen halben Jahr ein verständlicher Wunsch: „Das schwarze Schloss“ heißt die Geschichte, an der die Kinder und Jugendlichen da geschrieben haben. Mit Fußball in einer speziellen Form hatten sich schwerpunktmäßig die Grundschüler des Netzwerkes Erkelenz befasst, die am Cusanus-Gymnasium einen Homepage-Kurs belegt haben. „Im Mittelpunkt stand dabei die Verknüpfung von Seiten“, erläuterte Lehrer Sammy Barkowski und staunte über das Niveau: „Dabei haben sich die Schüler viel mit Quellcodes befasst – und das ist wirklich schon eine anspruchsvolle Sache.“
Verdienter Lohn für alle beteiligten Schüler und Schülerinnen: der obligatorische Cusanus-Taler. Den überreichte ihnen Schulleiterin Rita Hündgen.
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