Erkelenz: Eine halbe Stunde der Stille
VON PFARRER ROBIN BANERJEE - zuletzt aktualisiert: 22.12.2007 - 13:02Erkelenz (RPO). Der Karton der Eheleute Rodenbücher zeigt eine Szene der Weihnachtsgeschichte: Die Hirten hüten die Herde, als ihnen die Engel erscheinen. Diese weisen die Hirten auf den Weg zur Krippe.
Das erinnert mich an eine wertvolle Pause in der Weihnachtsgeschichte (Lk 2). Vers 16: „Und sie (die Hirten) kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.“ - Pause! - Vers 17: „Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus.“
Was ist in dieser Pause geschehen? Ein heiliger Abend, eine geheimnisvolle Pause - eine halbe Stunde Stille, stelle ich mir vor, etwa so wie es in der Offenbarung beschrieben ist: „Und als das Lamm das siebente Siegel auftat, entstand eine Stille im Himmel - etwa eine halbe Stunde lang“ (8,1). Die Geburt seines Sohnes ist für Gott wie der siebte Ruhetag nach Vollendung der Schöpfung. Eine halbe Stunde Stille, die sich wie ein Bogen über all das spannt, was auf der Erde geschieht. Jetzt kommt Gott selbst zu uns, schafft sich Heimat in dieser Welt. Gottes Aufmerksamkeit ist bei den Menschen.
Eine halbe Stunde Stille - für all unsere Gedanken, für all unsere Wünsche, für all unsere Gebete und für ein Flüstern, das bei uns ankommt: Ihr Menschen, „fürchtet euch nicht“, seht, als Kind liege ich vor euch, ich bin bei euch.
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