Hückelhoven: "Endlich geschafft"
VON DANIELA GIESS - zuletzt aktualisiert: 28.10.2008Hückelhoven (RPO). Der Kindergarten St. Johannes der Täufer in Ratheim bekam jetzt das Zertifikat als Familienzentrum. Leiterin Gaby Sofka ist stolz, dass die KiTa bei der Beurteilung von 48 möglichen Punkten 47 erreicht hat.
Kindergarten-Leiterin Gaby Sofka ist froh, es endlich geschafft zu haben: „Das Projekt ist eine ganz tolle Sache. Aber der Weg dahin war nicht einfach.“ Mit einem Tag der offenen Tür feierten die Mädchen und Jungen, Eltern und Erzieherinnen des katholischen Kindergartens St. Johannes der Täufer am Wochenende die offizielle Einweihung des Familienzentrums.
Rückschläge überwunden
Seit September 2007 liefen die Vorbereitungen. Immer wieder mussten Sofka und ihr Team Rückschläge hinnehmen. So habe man das Zentrum mit Vertretungskräften aufbauen müssen, weil zwei Mitarbeiterinnen als „Dauerkranke“ mehr als ein Jahr nicht arbeiten konnten. Große Unterstützung habe man bei den Müttern und Vätern gefunden. Sofkas Dank richtete sich auch an das Jugendamt sowie Stadtjugendpfleger Edmund Zaharanski, der sich immer Zeit genommen habe, um für alle Probleme eine Lösung zu finden.
Auf einen Blick
Katholischer Kindergarten St. Johannes der Täufer Ratheim:
Plätze 100 Plätze für Kinder von drei bis sechs Jahren, aufgeteilt in vier Gruppen; neun Plätze für Mittagsbetreuung (warme Mahlzeit).
Stellenplan 11 Mitarbeiterinnen; eine Leiterin, vier Erzieherinnen als Gruppenleiterinnen, vier Ergänzungskräfte, eine Reinigungskraft.
„Wir haben es geschafft“, freute sich die Leiterin der Einrichtung an der Danziger Straße, die zurzeit von 95 Kindern in vier Gruppen besucht wird. Erzieherin Silvia Kroll erläuterte, wie gut der Ratheimer Kindergarten bei der Zertifizierung als Familienzentrum abgeschnitten habe. Es sei erforderlich gewesen, von 48 möglichen Punkten mindestens 24 zu erreichen. Das Bewertungs-Ergebnis spricht für sich: Bei 47 Punkten habe man fast in allen Bereichen die volle Punktzahl erreicht, sagte Kroll.
Bernd Franzen als stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender stellte fest, dass man „die schwere Zeit sehr ruhig und selbstbewusst angegangen“ sei. Vieles, das in das Konzept des neuen Familienzentrums passe, sei vorher schon im Kindergarten geleistet worden. Im Vordergrund stehe nun die Betreuung der gesamten Familie, wobei sich das Familienbild geändert habe: Häufig seien beide Elternteile berufstätig und hätten nicht viel Zeit für den Nachwuchs.
Netzwerk für Eltern
Zum qualifizierten Angebot des Familienzentrums gehören nun unter anderem Sprach- und Bewegungskurse. Außerdem ist seit kurzem ein Internetcafé in den Räumen des katholischen Kindergartens zu finden. Hier könnten sich die Eltern austauschen; dieses Netzwerk sei wichtig, betonte Bürgermeister Bernd Jansen. Nach der Eröffnung eines Familienzentrums im „Traumland“-Kindergarten an der Hückelhovener Ludovicistraße sei man nun „mächtig stolz“ auf Familienzentrum Nummer zwei in Ratheim. Jansen: „Die moderne Welt stellt andere Anforderungen. Es gibt viele Alleinerziehende und Doppelverdiener.“ Auch Elternratssprecherin Silvia Dahmen ist froh über das Erreichte. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir es nicht schaffen“, sagte sie.
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