Erkelenz: Feuerwehr übt im Krankenhaus
VON ANKE BACKHAUS - zuletzt aktualisiert: 28.11.2011Erkelenz (RP). Nach den Baumaßnahmen am und im Hermann-Josef-Krankenhaus rückten die Löschzüge I und II zu einer großen Einsatzübung aus. Angenommen wurde ein Kellerbrand. An den festgestellten Defiziten wird gearbeitet.
Um 10.02 Uhr am Samstag löste das Hermann-Josef-Krankenhaus den Alarm aus. In einem Lagerraum des Kellers war kurz zuvor ein Brand mit starker Rauchentwicklung ausgebrochen. In der Alarmmeldung machte das Krankenhaus auch auf Personen aufmerksam, die sich im Keller bei Ausbruch des Feuers aufhielten. Nur wenig später war die Feuerwehr mit den Löschzügen I und II (52 Einsatzkräfte) vor Ort – das Szenario am Samstag war eine Einsatzübung. Vor allem nach den umfangreichen Bauarbeiten wurde diese Übung notwendig.
In Abstimmung mit den verantwortlichen Krankenhausmitarbeitern Heinrich Stevens, Leiter Technik, und Albert Scholl, Brandschutzbeauftragter, wurde die Übung detailliert vorbereitet. Am Rande beobachtete auch Verwaltungsdirektor Wolfgang Salz das Geschehen: "Hier ist viel gebaut worden, da hat sich natürlich viel geändert. Und darauf muss die Feuerwehr vorbereitet sein." Dem stimmte Stadtbrandinspektor und Wehrleiter Wolfgang Linkens zu. Aus diesem Grund sei die Übung bei den Feuerwehrleuten auch nicht bekannt gewesen, sie wurden über ihre Meldeempfänger alarmiert.
Erschwert
Gerettet Die im Keller vermutete Person fanden die Feuerwehrleute recht schnell. Atemschutztrupps fanden das Opfer und trugen es hinaus.
Abgedunkelt Extra für die Übung wurden die Kellerräume des Krankenhauses abgedunkelt, um den Feuerwehrleuten die Einsatzbedingungen bewusst zu erschweren.
Echter Einsatz folgte am Abend
Für Wolfgang Linkens standen mehrere Komponenten für den Erfolg der Übung im Mittelpunkt: "Die Übung soll Einblicke in die Möglichkeiten der Gefahrenabwehr geben. Auch die Kommunikation spielt eine entscheidende Rolle." Im Verlauf der Übung zeigte sich dann, wie entscheidend die Übung für den Ernstfall ist. "Es hat sich gezeigt, dass sich Probleme im Funkverkehr ergeben haben, was vermutlich mit den dicken Decken zusammenhängt. Außerdem werden weitere Pläne in der Brandmeldezentrale hinterlegt werden müssen wie auch weitere Schlüssel. Dies sind aber Dinge, die schnell verbessert und erledigt werden können", lautete das Fazit des Feuerwehrchefs. Auch Linkens' Stellvertreter Fred Höpgens und Klaus Peters waren bei der Übung vor Ort.
Noch am selben Abend rückte die Feuerwehr, erneut mit den Löschzügen I und II, zum Erkelenzer Hermann-Josef-Krankenhaus aus, diesmal jedoch zu einem ernsthaften Einsatz.
Auslöser Mikrowelle
Gemeldet wurde der Leitstelle eine Rauchentwicklung, Auslöser war eine Mikrowelle in einer Küche. Der Einsatz, über den Wolfgang Linkens gestern noch berichtete, verlief letztlich glimpflich. Vor Ort im Krankenhaus waren 72 Feuerwehrleute.
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