Erkelenz: Freude über neue Räume
VON ANKE BACKHAUS - zuletzt aktualisiert: 17.10.2008Erkelenz (RPO). Für die Offene Ganztagsbetreuung hat die Stadt in vielen Grundschulen um- und neugebaut. Das größte Projekt: ein Anbau für die Franziskus- und die Astrid-Lindgren-Schule mit Mensa, Klassen- und Ruheräumen.
Die Jungen und Mädchen warten ungeduldig auf ihren großen Auftritt. Endlich geht es los, und gemeinsam singen die Schüler von Franziskus- und Astrid-Lindgren-Schule das Lied „Wir Kinder haben Rechte“. Feierlich weihten die beiden benachbarten Grundschulen der Stadtmitte gestern ihren Neubau ein. Entstanden sind eine großzügige Mensa und vier zusätzliche Klassenräume. Zahlreiche Vertreter aus Schulen, Rat und Verwaltung kamen zur Einweihung und setzten mit den Kindern den symbolischen Schlussstein.
Zweieinhalb Jahre hatte das Projekt von der ersten Planung bis zur Fertiggestellung gedauert. Im Juni 2007 wurde die Baugenehmigung erteilt, kurz darauf folgte der erste Spatenstich. Seit dem neuen Schuljahr nutzen die Grundschulkinder und ihre Lehrer den Neubau.
13 Monate Bauzeit
Die Mensa mit Nebenräumen, Klassenräumen und Fluren nimmt knapp 600 Quadratmeter ein. Nutzer des Neubaus sind die Grundschüler der beiden großen Grundschulen in der Innenstadt.
Die Baukosten (Bauzeit rund 13 Monate) belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro.
Schule als Dienstleister
Renate Funk, Schulleiterin der Astrid-Lindgren-Schule, blickte auf die Anfangszeit der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) zurück: „Die Schule als Dienstleister steht heutzutage in der Pflicht, daher war die Einführung der Offenen Ganztagsbetreuung sehr wichtig. Es war anfangs ein Abenteuer, denn die beiden Schulen mussten zusammenrücken, obwohl kein richtiger Platz vorhanden war.“ Alle Beteiligten hätten jedoch das Beste aus der Situation gemacht.
Bis zu 80 Kinder werden täglich in der OGS betreut, dabei steige die Zahl der Kinder stetig, sagte Katja Gerhards, Konrektorin der Franziskus-Schule. Die Schulen seien darauf aber eingestellt. Rund zehn Betreuungskräfte stehen den Kindern zur Verfügung, organisiert wird der OGS-Betrieb wie an allen Erkelenzer Grundschulen von dem Bildungsträger MaxQ.
Auch Hedwig Michalski, Leiterin der Franziskus-Schule, freut sich über die Erweiterung. Was die Schulen sich jetzt noch wünschen, ist eine kindgerechte Neugestaltung des Schulhofs. Bürgermeister Peter Jansen lobte die Herausforderung, die die Schulen angenommen haben. „Alles ist im Eiltempo geplant worden, dabei haben die Beteiligten große Sorgfalt bewiesen.“
Im Neubau sind auch Ruhezonen vorhanden, damit die Kinder zwischen Unterricht und Hausaufgaben entspannen können. Außerdem werden in den neuen Räumen auch Aktionen stattfinden, so kann die große Küche auch zum Backen und Kochen genutzt werden.
Mehr zu den Schulbau-Projekten in Erkelenz unter www.rp-online.de/erkelenz.
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