Erkelenzer Land: Fronleichnam für alle Generationen
VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 24.05.2008Erkelenzer Land (RPO). Die Fronleichnamsprozessionen im Erkelenzer Land – das war ein generationenübergreifende Sache für die ganze Familie. So gab es in Erkelenz und Hückelhoven für die Kleinen ein eigenes Programm: In der Krypta der Erkelenzer St. Lambertus-Pfarrkirche stand Malen und Zeichnen auf dem Programm, in Hückelhoven eine kindgerechte Katechese. Eine Premiere der besonderen Art gab’s in Wegberg: Dort feierten die Stadtpfarre St. Peter und Paul sowie St. Vincentius in Beeck das Fronleichnamsfest erstmals gemeinsam. Die RP hörte sich um.
Über 1000 beim Gottesdienst
„Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat alles toll geklappt, und die Altäre auf dem Prozessionsweg haben mir sehr gut gefallen“, war in Erkelenz Pfarrer Werner Rombach mehr als zufrieden. Eines fiel allerdings auf: Die Vorbeter waren auf dem Prozessionsweg phasenweie nur schlecht zu verstehen. „Die Verstärker müssen im nächsten Jahr auf volle Lautstärke gestellt werden, dann klappt das auch“, meinte der Pfarrer.
Die Hückelhovener haben ihre Mammut-Sternenprozession mit gleich zehn beteiligten Gemeinden (erstmals mit Baal, Rurich und Doveren) prima hinbekommen. „Es hat alles wunderbar funktioniert – auch das Timing stimmte. Beim Gottesdienst auf dem Hartlepoolplatz waren gut 1000 Menschen dabei“, schwärmte Gemeindereferent Achim Kück. Besonders gefallen habe ihm die Szenerie beim Abschlusssegen in St. Barbara: „Da waren am Altar 150 Kommunionkinder und über 100 Messdiener versammelt – ein tolles Bild.“ Großen Anklang habe auch der sich anschließende gesellige Ausklang gefunden: „Die 240 Würstchen waren wie nichts weg.“
„Sehr gut, alle Erwartungen sind übertroffen worden“, lautet das Fazit von René Brockers, dem Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats von St. Peter und Paul. Gut 400 Gläubige hätten den Gottesdienst in Wegberg besucht. Von dort machte sich die Prozession auf den 2,8 Kilometer langen Weg nach Beeck, wo dann auch das gemeinsame Pfarrfest stattfand. „Ich habe sehr viel Positives gehört, und, auch unser Pastor Matthäus Zuska war sehr glücklich, nach all dem Ärger um die Zwangsfusion ein derartiges Fronleichnamsfest zu erleben.“
Karl-Heinz Pape, Mitglied des Kirchenvorstands von St. Vincentius, meinte freilich, dass nur wenige Beecker Pfarrangehörige beim Wegberger Gottesdienst zugegen gewesen seien: „Unsere Pfarre hat etwa 250 praktizierende Katholiken. Von denen habe ich dort aber – abgesehen von Mandatsträgern wie Chören und Bruderschaften – nur einen Bruchteil gesehen. Und für ältere Menschen war der lange Prozessionsweg schon beschwerlich.“ Generell hätte die Feier aber in einem würdigen Rahmen stattgefunden. „Man hat aus der Situation sicherlich das Beste gemacht.“
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