Erkelenz: Für kleine Kinder mehr Platz geschaffen
VON NATALIE URBIG - zuletzt aktualisiert: 07.02.2012Erkelenz (RP). Bunte Sitzkissen, kleine Bettchen, Bilder an den gelben Wänden und ein beruhigender Lichtertunnel – so gemütlich können die Kinder der Kindertagesstätte Keyenberg-Holzweiler seit Ende des vergangenen Jahres zur Ruhe kommen.
Drei neue Räume gab es auf Antrag der KGV (Katholischer Kirchengemeindeverband) für die Kita in Keyenberg. 90 Prozent der Kosten wurden dabei vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen, die restlichen zehn Prozent stammen aus eigenen Rücklagen.
Die Zusage für das Bauunternehmen kam im Juni vergangenen Jahres. Auflage war es jedoch, den Anbau bis Ende des Jahres 2011 fertigzustellen. Und so entstanden innerhalb von sechs Monaten insgesamt 60 neue Quadratmeter für die Kindertagesstätte. Damit sollen vor allen Dingen die Anforderungen an die steigende Zahl der zu betreuenden unter Dreijährigen erfüllt werden.
Unterdreijährige in Kindergärten
Die Kita Keyenberg-Holzweiler zählt derzeit sechs solcher sogenannten U 3-Kinder. "Die Tendenz zeigt, dass es immer mehr Unterdreijährige in Kindergärten geben wird", sagt Heinzgerd Dewies, Mitglied im KGV. Grund dafür ist zum Beispiel die Berufstätigkeit beider Elternteile.
Ein Trend, der einige Neuerungen in den Kindertagesstätten bedarf. So entstand in der Kita Keyenberg-Holzweiler neben dem Ruheraum auch ein Wickelraum für die Kleinsten. Über eine Treppe können sie die Wickelkommode selbst besteigen, und gleich daneben gibt es eine größenangepasste Toilette für Kinder ab zwei Jahren.
"Und wisst Ihr, was es mit dem dritten neuen Raum auf sich hat?", fragte Pfarrer Franz Josef Semrau, als er den Anbau zusammen mit den Kindern einsegnete. Sie kennen die Antwort: "Der ist für die Erwachsenen." Direkt hinter der Küche können sich nun auch die neun Mitarbeiterinnen für eine kleine Pause zurückziehen, miteinander reden oder Elterngespräche führen.
"Kinder kommen zur Ruhe"
Kita-Leiterin Alexandra Wyen ist von dem Ergebnis begeistert: "Die Zusammenarbeit war einfach super. Die Eltern haben beim Ein- und Ausräumen geholfen, sich nicht über Baulärm beschwert, und der Träger hat uns bei der Gestaltung mitentscheiden lassen." Im Zuge des Umbaus wurde auch der Raum zum Toben renoviert.
Auf Kissen und Podesten kann gehüpft und gespielt werden. Zusätzlich wurden Fühlkästen zusammen mit anderen Spielen an den Wänden angebracht. "So ist es sicherer", sagt Alexandra Wyen. Denn herumliegende Bauklötze wären in einem Raum, in dem Kinder sich ausgelassen bewegen, gefährlich. Und die Kinder? Die finden ihre neuen Räume ganz toll. "Sie kommen hier ruckzuck zur Ruhe", erzählt Mitarbeiterin Gertrud Lennartz.
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