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Erkelenzer Land: Gefahr auf vereisten Weihern

VON GABI LAUE UND ANGELIKA HAHN - zuletzt aktualisiert: 07.02.2012

Erkelenzer Land (RP). Im Dauerfrost hat sich auf vielen Teichen und Kleingewässern im Erkelenzer Land Eis gebildet – für viele ein verlockende "Wanderfläche". Die Ordnungsämter der Städte aber warnen eindringlich vor dem Betreten des Eises.

Im Hückelhovener Kapbuschsee haben Sporttaucher das eisige Wetter genutzt, um die Königsdisziplin zu trainieren: das Eistauchen. Ansonsten gilt überall: Eisflächen betreten verboten!  Foto:  Uwe Heldens
Im Hückelhovener Kapbuschsee haben Sporttaucher das eisige Wetter genutzt, um die Königsdisziplin zu trainieren: das Eistauchen. Ansonsten gilt überall: Eisflächen betreten verboten! Foto: Uwe Heldens

Am Kapbuschsee hat die Stadt Hückelhoven gestern Warnschilder aufgestellt. Vorsorglich. Andernorts stehen sie zu allen Jahreszeiten, wie am Ziegelweiher in Erkelenz. Warum es eine Gefahr ist, dort das Eis zu betreten, erklärt der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg: "Es handelt sich um ein Fließgewässer, so dass sich unter dem Eis Hohlräume bilden können." An der Bellinghovener Maar gelte dasselbe. Keine Stadt im Erkelenzer Land hat Eisflächen zum Betreten oder zum Sport freigegeben.

Die Luft ist klar. Es ist bitterkalt. Aber die Sonne scheint. Da sehen die Eisflächen in Wegberg, Wassenberg, Hückelhoven und Erkelenz verlockend aus. Aber: "Wie dick das Eis ist, weiß man nicht", betont der Hückelhovener Stadtsprecher Holger Loogen. "Es bleibt gefährlich." Man könne nur dazu aufrufen, Eisflächen nicht zu betreten, und an die Vernunft der Leute appellieren. Wenn der Ordnungsdienst unterwegs Menschen auf Eis antreffe, werde er den heiklen "Spaß" unterbinden. Am Baggerloch Brachelen, das der Stadt Hückelhoven gehört, wurden gestern Verbotsschilder aufgestellt. Neben Kapbusch- und Adolfosee gibt es im Stadtgebiet noch kleinere Wasserflächen – teils private, teils in Regie des Wasserverbandes – und einen toten Rurarm, die jetzt zugefroren sind.

Die Stadt Wegberg ist nur Eigentürmerin des Ophover Mühlenweihers und des Burgweihers im Stadtzentrum, betont Pressesprecher Ulrich Lambertz. Kein Gewässer im Stadtgebiet sei zum Betreten freigegeben, auch wenn es in Wegberg keine besonderen Warnschilder gebe. Glücklicherweise habe es auf den Wegberger Gewässern in der Vergangenheit bisher keine schwerwiegenden Unfälle gegeben. "Aber es besteht immer eine Gefahr, ins Eis einzubrechen", bemerkt Lambertz.

In Wassenberg wurden rechtzeitig vor dem Frost städtische Gewässer in der Nähe von Wohnbebauung mit Hinweistafeln versehen. Am Gondelweiher und an Teichen in Myhl und Ophoven steht "Betreten der Eisfläche verboten", berichtet Ordnungsamtsleiter Norbert Schiefke. "Kontrollieren können wir das aber aus personellen Gründen nicht. Wer das Eis betritt, tut dies auf eigenes Risiko und sollte sich der Gefahr bewusst sein", sagt Schiefke. Dies gelte auch für die Privatgewässer.

Probleme mit dem Eis hat der Wasserversorger. Mitarbeiter des Kreiswasserwerks mussten am Samstag zwischen Kaulhausen und Venrath eine Versorgungsleitung reparieren, die aufgrund der Kälte gebrochen war, und eine weitere an der Katharinastraße in Uevekoven. Am Sonntag war eine Reparatur in Doveren nötig und gestern in Geneiken. Bei Rohrbrüchen am Wochenende waren laut Wasserwerk etwa 25 bis 30 Haushalte betroffen. "Für die Jahreszeit ist die Anzahl der Wasserrohrbrüche überschaubar", sagt Wilfried Meuser vom Kreiswasserwerk. Gestern gab es ein weiteres Problem: "Wir mussten wegen einiger eingefrorener Wasserzähler raus, ausgelöst durch offenstehende Fenster." Frage des Tages

Quelle: RP


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