Erkelenz: Gelungene Premiere
VON MARKUS PEGGEN - zuletzt aktualisiert: 27.06.2008Erkelenz (RPO). Zum kölschen Familientreffen wurde das erste Solo-Konzert von Ralf Rudnik. Musiker der Bläck Fööss, Räuber und Guildo Horn, aber auch einige Ex-Höhner wie er selbst schauten auf der Bühne vorbei.
Wegberg/KÖLN Kurz nach acht im Gloria ziehen dichte Nebelschwaden über die Bühne, die in ein gleißend gelbes Licht getaucht wird. Dann kommt Ralf „Ralle“ Rudnik als letzter der Band und stellt sich in die ungewohnte Mittel-Position. Rudnik lacht kurz ins Publikum und fängt sofort an zu singen: „Einfach geradeaus“ – das ist nicht nur der erste Titel seiner Solo-Karriere, sondern auch Titel des Albums und ein tiefer Blick in seine Seele.
Mit Kloß im Hals
„Einfach geradeaus“ so ist Ralle, sind seine Musik und sein Premieren-Konzert. Das Publikum im gut gefüllten Gloria – ein bunter Mix aus Fans, Neugierigen und kölschen Musikkollegen – geht sofort mit. Ralle fällt sichtlich ein Stein vom Herzen. Er legt nach: „Ey kleine Mann“ und „Es funktioniert“. Das tut’s wirklich, der Applaus wird immer lauter: „Zwischendurch stockte mir echt der Atem, ich hatte einen Kloß im Hals“, gesteht der Gitarrist nach dem Konzert.
CD „Einfach geradeaus“
Die erste Solo-CD von Ralf Rudnik „Einfach geradeaus“ ist über seine Homepage www.ralf-rudnik.de erhältlich.
Dort gibt es auch weitere Informationen zu Rudniks Plänen und Terminen. Das nächste Mal steht er mit seiner Band Montevideo am Sonntag openair im niederländischen Silvode auf der Bühne (www.daklozenparty.nl).
Rudnik singt alle 13 Songs aus seinem Album, es sind kölsche und hochdeutsche Lieder, poppig und natürlich mit einer kräftigen Prise Gitarrensound, dafür ohne karnevalistische Schunkeleinlagen. Bei „Himmel un Äd“ greift der Wegberger sogar zur Mundharmonika. Zudem „würzt“ Ralle seine Premiere mit Highlights aus 40 Jahren Rock-Geschichte und spickt es mit spektakulären Einlagen seiner musikalischen Gäste. So singt zum Beispiel sein „Kölsch-Mentor“ Erry Stoklosa von den Bläck Fööss plötzlich englisch und zwar den Eagles-Klassiker „Hotel California“: „Ich singe seit 38 Jahren nix mehr international“, gesteht Stoklosa seinen Ausflug in eine fremde Sprache, „aber dafür habe ich jetzt verstanden worum es in dem Song wirklich geht.“ Anschließend singt er den Fööss-Klassiker „Drink doch eene met“, diesmal aber in einer „Rudnik-Rock-Version“. „Der Meister“, Guildo Horn, ein langjähriger Freund von Rudnik kommt als schräge Elvis-Karikatur und mischt den Laden mit „Delilah“ und einem liebevollen „Are You lonesome tonight“ auf.
Rudniks Premiere ist auch ein Treffen der Ex-Höhner: Gemeinsam mit seinen Vorgängern F.M. Willizil („Dä Hoot“) und Pete Bauchwitz singt Ralle sogar doch einen Höhner-Titel: „Hey Kölle“. Da staunen auch die aktuellen Höhner Hannes Schöner und Ralles Nachfolger John Parsons.
Zum großen Finale kommt auch noch Räuber-Frontmann Karl-Heinz Brand. Gemeinsam singt Ralle mit Band und Gästen „With a little help from my friends“ und der Saal tobt. Als Zugabe spielt er nochmals „Einfach geradeaus“ – danach geht‘s direkt und ohne Umweg zu den Fans – zahlreiche Autogrammwünsche müssen erfüllt werden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



