Erkelenz: GHS Hückelhoven In der Schlee
zuletzt aktualisiert: 26.01.2011 - 18:15Christiane Müller leitet die Städtische Hauptschule Hückelhoven (In der Schlee). Im Interview mit der RP spricht sie über die Förderung ihrer Schüler
Daten und Fakten
Zahlen: 378 Schüler, 34 Lehrer, durchschnittliche Klassengröße: 23,4 Schüler.
Unterrichtsstunden: 45 Minuten. Zeiten Unterrichtet wird von 8 bis 15.45 Uhr mit einer einstündigen Mittagspause, das Essen kommt von einem Caterer (zwei Menüs stehen zur Auswahl, Preis 2,50 Euro).
Anmeldetermine: 14. Februar bis 18. März.
Was sind die Schwerpunkte und Besonderheiten Ihres Bildungskonzeptes?
Müller Unsere Schule ist eine gebundene Ganztagsschule mit dem Motto „Mehr Zeit für Kinder“ – wir haben zurzeit zwei integrative Förderklassen, die in jedem Jahrgang fortgeführt werden. Wir bieten Berufsorientierung in einem Berufsorientierungsbüro und Berufseinstiegsbegleitung, Beratungsgespräche, Praktika ab der siebten Klasse und Kooperation mit externen Partnern an. Dazu gehören die Arbeitsagentur, das Kolping-Bildungswerk, die Awo, RAG und Metallbau Küppers. Außerdem gibt es die Schülerfirma und Praktikumsklasse in der Jahrgangsstufe zehn. Den Schülern bieten wir auch eine Diagnose in den Kernfächern und eine daraus resultierende spezielle Förderung an und fördern die sozialen Kompetenzen der Schüler beim Coolness-Training, Kommunikationstraining und in der Teamentwicklung.
In welcher Weise fördern Sie Schüler, die Schwächen haben, den Unterrichtsinhalten zu folgen?
Müller Gefördert werden die Schüler durch den Einsatz von kooperativen Lernformen. Weiterhin gibt es den Förderunterricht in kleinen Lerngruppen in den Kernfächern. Dem voraus geht eine Diagnose. Außerdem werden Förderpläne erstellt. In unseren Aktionsstunden wird projektorientiert gearbeitet. Wichtig ist auch die gute Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Peter-Jordan-Schule.
Gibt es ein Merkmal, das Ihre Schule von anderen abhebt?
Müller Wir haben den gebundenen Ganztag mit dem Motto „Mehr Zeit für Kinder“, haben ein starkes Beruforientierungsprofil und sind stark in der musisch-künstlerischen Bildung. Die „Produkte“ werden jedes Jahr mit der Schlee-Show einem breiten Publikum vorgestellt. Neben einem selbst gestalteten Musical – mit eigener Story, eigener Musik, eigenen Texten und eigenen Bühnenbildern – haben wir auch zwei Projekte mit freischaffenden Künstlerinnen.
Wie werden an Ihrer Schule besonders begabte Schüler gefördert?
Müller Die musisch-künstlerische Begabung durch die Schlee-Show, die technische Begabung durch gesonderte Projekte im Technikunterricht oder in den Aktionsstunden, die sportliche Begabung durch Teilnahme an Wettbewerben und großen Erfolgen besonders im Bereich der Leichtathletik, zum Beispiel dem zweiten Platz bei der Stadtmeisterschaft.
Auf welche Leistung Ihrer Schule waren Sie im vergangenen Jahr besonders stolz?
Müller Besonders stolz waren wir auf das selbst gestaltete Musical „Der hat geguckt“, dessen Uraufführung am 1. Juli war. Auf die erfolgreiche Teilnahme an den sportlichen Wettkämpfen und besonders auf unser gutes Schulklima sind wir stolz. Bei fast 60 Prozent Migrationshintergrund können wir von einer gelungenen Integration sprechen.
Andreas Speen stellte die Fragen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



