Erkelenz: Gute Noten für den Ganztag
VON ANKE BACKHAUS - zuletzt aktualisiert: 19.06.2008Erkelenz (RPO). Seit einem Jahr gibt es den „Offenen Ganztag Erkelenz“. Neun Grundschulen und die Förderschule bieten die Betreuung für Schulkinder an. Das Fazit der Stadt: Eltern, Schüler und Lehrer sind hochzufrieden.
„Der Ganztag wird die Zukunft sein.“ Dr. Hans-Heiner Gotzen, Erster Beigeordneter der Stadt, zieht ein erstes Fazit nach dem ersten Schuljahr mit Angeboten im offenen Ganztag. Das Ergebnis: Alle Beteiligten arbeiten Hand in Hand, das Konzept ist schon aufgegangen. Gotzen sprach zwar von einem Kraftakt, jedoch habe das erste Jahr schon Früchte getragen. Am Beispiel der Grundschule Houverath machte die Verwaltung zusammen mit dem Bildungsträger maxQ gestern bei einem Pressegespräch deutlich, wie sehr das Konzept in den Schulalltag integriert ist.
Neun Grundschulen und die Pestalozzi-Schule (Förderschule mit Förderschwerpunkt Lernen) haben das erste Jahr hinter sich gebracht, nach den Sommerferien steigt auch die Grundschule Schwanenberg als letzte der Erkelenzer Grundschulen ein. Wenn Gotzen noch von einigen Dingen spricht, die verbessert werden müssen, meint er damit in der Hauptsache die Schaffung der Räumlichkeiten in den Schulen, um die Schüler nach Unterrichtsschluss angemessen betreuen zu können. Für die Franziskus- und die Astrid-Lindgren-Schule wird ein eigenes Mensa-Gebäude gebaut, in den meisten Schulen aber werden vorhandene Räumlichkeiten umgestaltet. In Houverath ist man bereits fertig. Dort wurde die alte Hausmeisterwohnung umfunktioniert. Die Ganztagskinder kommen dort zusammen, um zu Mittag zu essen und Hausaufgaben unter fachlicher Aufsicht zu erledigen. Weitere Betreuungsangebote aus dem sportlichen oder auch sprachlichen Bereich füllen den Tag ebenso wie Ruhephasen, wenn die Kinder dies wünschen.
Lehrerin Sandra Hansen betreut die Houverather Ganztagskinder und macht durchweg positive Erfahrungen. Bis etwa 16.30 Uhr dauert das Ganztagsangebot. Schulleiterin Hedwig Michalski: „Wir gehen nun einen geregelten Weg, mit dem auch die Eltern zufrieden sind. Das Programm wird in enger Abstimmung konzipiert, so dass die schulische Arbeit davon nur profitiert.“ Der Bildungsträger maxQ kooperiert mit den Schulen. Silvia Marienfeld und Sylvia Ebeling von maxQ sprechen von „einer guten Kommunikation“.
Gespräche mit Vereinen
Eine Elternbefragung führte laut Gotzen nach dem ersten Jahr zu erstaunlich guten Ergebnissen, denn die beste Schule schloss mit der Note 1,4 ab, die schlechteste – aber immer noch gute – Schule erhielt die Note 2,4. So zeige sich, dass die Angebote angenommen werden. Auch die Vereine haben sich auf die veränderten Arbeitsweisen der Schulen eingestellt und signalisieren, sich in die Ganztagsangebote integrieren zu wollen. Gespräche dazu werden geführt, sagte Gotzen.
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