Erkelenz: Im „Sofa“ fehlt nur noch das Sofa
VON DOMINIK MERCKS - zuletzt aktualisiert: 03.05.2007Erkelenz (RPO). Das Senioren- und Familiencafé –„SeFa“ – ist eine neue Idee des Kinderschutzbundes und der Pro Seniore Residenz, die Generationen verbinden will. „Sofa“ ist der originelle Name des Treffs. Alt und Jung sind jeden Mittwoch zu geselligem Erfahrungsaustausch eingeladen.
Heißt es jetzt „SeFa“ oder „Sofa“? „Das Angebot ist ein SeFa, aber es heißt Sofa“, sagt Michael Kutz vom Erkelenzer Kinderschutzbund. Klingt merkwürdig, ist aber ganz einfach: Nach über einem Jahr Vorbereitung wurde am Montag das „Senioren- und Familiencafe“ – kurz „SeFa“ – des Kinderschutzbundes in der Pro-Seniore-Residenz vorgestellt. „Der Name Sofa steht dafür, dass sich hier viele Generationen treffen und zusammensitzen sollen“, sagt Michael Kutz.
Wesentlich unkomplizierter ging es bei der Vorstellung des SeFa-Sofas zu. Den Verantwortlichen von Kinderschutzbund und Pro-Seniore war die Freude über das neue Projekt in die Gesichter geschrieben. „Eine wunderbare Idee kann nach einem Jahr Vorbereitung endlich umgesetzt werden“, freute sich die Leiterin der Pro-Seniore-Residenz, Gabriele Agusi.
Öffnungszeit
Das Sofa öffnet seine Türen jeden Mittwoch zwischen 9 Uhr und 11.30 Uhr im Appartement 29 der Pro-Seniore-Residenz. Damit auch Jugendliche von dem Angebot profitieren können, ist donnerstags ein zusätzliches Nachmittagsangebot geplant. Interessierte Jugendliche erhalten weitere Informationen unter www.kinderschutzbund-erkelenz.de.
Doch worum geht es beim Sofa? „Wir öffnen an jeden Mittwochmorgen unser neues Cafe hier im Haus und geben Menschen aller Generationen Zeit und Raum, um sich kennenzulernen und voneinander zu profitieren“, erklärt Andrea Speder-Ostendorf, Kinderschützerin und zugleich Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes bei Pro-Seniore. Von Kindern über Eltern bis zu Senioren sollen sich alle Generationen im Sofa treffen und miteinander ins Gespräch kommen. Dabei können alle von dem Treffpunkt der Generationen profitieren, glaubt Speder-Ostendorf: „Kinder und Jugendliche können hier eine Vielgenerationengesellschaft erleben.“ Junge Eltern erhalten Unterstützung von anderen Eltern, und Senioren können ihre Erfahrungen einbringen und werden gefordert.
Großen Wert legen Kinderschützer und Pro-Seniore auf die Offenheit des Projektes: Zum einen kann jeder vorbeischauen und mitmachen, zum anderen werden nur Zeit und Raum vorgegeben, nicht der Inhalt. „Die Besucher sollen das Sofa selber mit Inhalten füllen. Wir geben nur den Rahmen vor und sind natürlich bereit, Anregungen aufzunehmen“, erläutert Michael Kutz von KSB das Konzept. Er dankte bei der offiziellen Vorstellung den Unterstützern des Projekts: Neben der Pro-Seniore-Residenz als Gastgeber sind das die Senioreninitiative Erkelenz als Ansprechpartner und die Meyer-Stiftung der Stadt Erkelenz als Geldgeber. „Ohne diese Unterstützung wäre die Einrichtung nicht möglich gewesen“, sagte Kutz.
Einen Wunsch hat er noch: „Es wäre schön, wenn wir möglichst bald ein schönes Sofa im „Sofa“ aufstellen könnten.“ Na, da sollte sich doch ein Spender finden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



