Energiespar-Profis: Kampf den Nebenkosten
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 17.03.2009Energiespar-Profis (RPO). Sie sind die zweite Miete – und nicht selten sind Mieter und Eigentümer geschockt, wenn die Abrechnungen für die Energiekosten kommen. Das hat natürlich auch mit horrenden Energiekosten zu tun. Wenn die Nebenkosten einem die Haare vom Kopf fressen, dann hat der Verbraucher aber auch einiges falsch gemacht. Denn mit ganz einfachen Mitteln lässt sich in der Wohnung richtig Geld sparen, ohne auf großen Komfort zu verzichten.
Heizen Die Heizung ist der größte Energiefresser im Haus. Wer sparen will, muss aber nicht frieren. Große Ersparnisse bringt bereits eine um ein Grad geringere Temperatur. Das senkt den Energieverbrauch um etwa sieben Prozent. Im Schlafzimmer reicht eine Temperatur von 18 Grad, im Wohnraum von 21 Grad aus. Und und wenn niemand mehr im Haus ist darf die Heizung ruhig weiter heruntergedreht werden.
Lüften Muss sein, auch wenn Wärme dadurch verloren geht. Wer nicht lüftet, riskiert die Bildung von Schimmelpilz. Geatmete Luft ist nämlich relativ feucht. Man kann aber energiesparend lüften. Wenn die Fenster dauerhaft auf Kipp stehen, entweicht viel zu viel Wärme. Es reicht aus, drei bis viermal am Tag richtig durchzulüften. Alle Fenster auf und die Wohnung richtig durchpusten lassen. Wenn es draußen wärmer wird, braucht dieser Luftaustausch allerdings mehr Zeit als im Winter.
Stand-by Fast alle elektrischen Geräte haben eine Stand-by-Funktion. Das heißt, sie sind nicht richtig ausgeschaltet. In dieser Zeit verbrauchen Fernseher, Stereoanlage, Küchen- und Akkugeräte aber Strom – obwohl sie nicht genutzt werden. Dieser Leerlauf kostet laut Verbraucherzentrale zwischen 50 und 70 Euro pro Jahr. Deshalb: Ganz ausschalten, den Stecker ziehen oder einfach eine abschaltbare Steckdosenleiste benutzen – wenn keine zeitaufwendigen Programmierungen verloren gehen.
Kühlschrank Der nächste Energiefresser in der Wohnung. Man kann jedoch beeinflussen, wie viel Strom ein Kühlschrank verbraucht, und zwar nicht nur beim Kauf eines energiesparenden Gerätes. Ein Kühlschrank, der direkt neben Herd oder Heizung steht, verbraucht wesentlich mehr Energie zur Kühlung. Jedes Grad plus in der Umgebungstemperatur steigert den Energieverbrauch um sechs Prozent. Auch sollten Kühlschrank und Gefrierfach regelmäßig abgetaut werden. Eis und dicker Reif verbrauchen ebenfalls unnötig Energie.
Licht Wer sparen will und deshalb günstigere Glühbirnen kauft, schießt ein Eigentor. Denn Energiesparlampen sind beim Kauf zwar ein wenig teurer als Glühbirnen, der Energieverbrauch ist aber um ein Vielfaches niedriger: bei gleicher Lichtausbeute um etwa 75 Prozent. Zudem halten sie zehnmal so lange. Das spart etwa 80 Euro ein – das Zehnfache des Anschaffungspreises.
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