Erkelenz: Keine Krise bei den Jecken
VON ANKE BACKHAUS - zuletzt aktualisiert: 08.02.2010Erkelenz (RPO). Mit Spaß und Freude verbannen die Karnevalisten die Wirtschafts- und Finanzkrise aus den Festsälen.
Wie wichtig das für das Brauchtum ist, betonte Bürgermeister Peter Jansen beim Prinzenempfang der Stadt.Die Jecken schunkeln die Krise weg. "Das ist das Schöne am Erkelenzer Karneval. Ich bin ja schon viel herumgekommen in den verschiedenen Sälen, und überall habe ich Spaß und Freude erlebt." Bürgermeister Peter Jansen machte sich gestern beim traditionellen Prinzenempfang in der Burg keine Sorgen, denn die Karnevalisten zeigen auch in Krisenzeiten ihren Sinn für Humor. Die Prinzenpaare aller Farben kamen der Einladung des Bürgermeisters wie immer gerne nach.
Kleine Möhne "bewacht" Jansen
"Ich muss den Karnevalsgesellschaften allesamt ein großes Kompliment aussprechen. Sie scheuen die viele Arbeit und Organisation nicht, um den Narren tolle Veranstaltungen zu bieten und die Kultur und das Brauchtum in Erkelenz zu pflegen", sagte Jansen, ausgestattet mit Orden und seinem bunten Möhnenpüppchen, das in seiner Jacketttasche über ihn wachte.
Mit Tanz und Musik
Minis Traditionell rundet der tänzerische Auftritt einer Kindergarde den Prinzenempfang ab. Diesmal begeisterten die Minis der Erkelenzer Funkengarde.
Vater und Sohn Kurt Forg und sein Sohn Markus sorgten in bewährter Manier für die Musik.
Derweil machte sich Norbert Müschen, Elferratspräsident der Karnevalsgesellschaft "De Japstöck" Kückhoven doch noch Gedanken über die Finanzen der Stadt und erinnerte an die künftig zu knackenden "Nüsse", die Peter Jansen beim Neujahrsempfang der Stadt angesprochen hatte. Gedanken anderer Art machte sich Hans Peter Hillekamps, Vorsitzender der KG "Immeroder Seckschürger". Er dankte den anderen Gesellschaften, die mit ihren Besuchen die Immerather unterstützen: "Es ist schon traurig, den sterbenden Ort Alt-Immerath zu sehen. Aber wir wollen vorausschauen", sagte er und bat gleichzeitig die Stadt um den schnellen Bau des neuen Kaisersaals, damit sich das Vereinsleben in Immerath (neu) rasch entwickeln könne.
Unterdessen hatte Rainer Spiertz, Präsident des Verbandes der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG), mit der so genannten Vielsprachigkeit im Erkelenzer Land zu kämpfen: "Ihr habt so viele tolle Schlachtrufe zur Verfügung", zollte er den Gesellschaften Respekt, Spiertz beließ es dann beim Erkelenzer Ruf "Maak Mött".
Letztlich zeigte sich nach überstandener Erkrankung der Lövenicher Prinz Michael wieder den Jecken, während Gerderhahns Prinz Heiner mit seinem Hoppeditz "Arni" das Lied zum 150-jährigen Bestehen der Gesellschaft, "Jenhahn, Jenhahn Alaaf", sang.
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