Erkelenz: Lauter schöne Überraschungen
VON KRISTINA HELLWIG - zuletzt aktualisiert: 07.08.2009Erkelenz (RPO). Halbzeitbilanz im Jubiläumsjahr der Kreismusikschule. Das Festprogramm kommt beim Publikum durchweg gut an, sagt Gerda Mercks. Sie freut sich über das hohe Niveau, auf dem sich die Kreismusikschule präsentiert.
Livemusik hört Gerda Mercks außerhalb der Ferien fast täglich. Von ihren Klavierschülern, durch verschlossene Türen in der Kreismusikschule, manchmal auch zu Hause. Nicht immer ist das ein Wohlgenuss – schließlich fängt jeder Instrumentalist mal klein an. Doch was die Leiterin der Kreismusikschule in diesem Jahr bei den Jubiläumsveranstaltungen der Kreismusikschule bislang zu hören bekam, hat ihr richtig gut gefallen.
Wunsch nach Kinderkonzerten
Im 40. Jahr ihres Bestehens hat die Musikschule eine Vielzahl von Sonderveranstaltungen aufgelegt, von Konzerten mit Ehemaligen, speziell für Kinder oder an ungewöhnlichen Orten bis hin zu Auftritten der Schüler und Lehrer. "Ich bin sowohl mit dem Niveau der Konzerte als auch mit den Besucherzahlen sehr zufrieden", sagt Gerda Mercks. Sehr angetan sei sie auch von der guten Qualität der Schüler – etwa beim Opernkonzert der Gesangsklasse, wo sich die Schülerinnen auf konstant hohem Niveau präsentiert hätten, sagt sie.
Bei den Besuchern kam sehr gut das Kinderkonzert mit "Peter und der Wolf" an. "Viele Eltern sind auf mich zugekommen, sie wünschen sich regelmäßige Angebote für Kinder." Dem Wunsch würde die Musikschule gerne nachgekommen – wenn nicht der Arbeitsaufwand und vor allem die Kosten für solche Veranstaltungen so immens hoch wären. Ohne Sponsoren gehe es nicht, sagt Gerda Mercks. "Wir wollen aber versuchen, künftig einmal im Jahr so ein Konzert anzubieten."
Ihr selbst hat besonders das Schlagzeug-Konzert im ungewöhnlichen Ambiente von Haus Hall gefallen, erzählt sie. Dass Schlagzeug auch leise und besinnlich sein könne, war für sie ein besonderes Merkmal dieses ungewöhnlichen Konzerts.
Gut die Hälfte des geplanten Festprogramms liegt bereits hinter der Musikschule – und doch kommen mit der Festwoche im Oktober, dem ersten Musikkabarett Ende August oder dem zweitägigen "Jazz am Ring" die großen Höhepunkte erst noch. Und nicht zu vergessen der Wettbewerb Neue Musik. Dass er auf so große Resonanz bei den jungen Musikern stößt, hätte Gerda Mercks nicht erwartet. 80 Jugendliche haben sich angemeldet, wollen Werke spielen, von deren Komponisten Gerda Mercks zum Teil noch nie gehört hat. Ein Stück wurde sogar extra für den Wettbewerb komponiert.
Die Vorfreude der Musikschulleiterin auf all das ist groß – aber ein bisschen auch darauf, dass dann der größte Rummel und die meiste Arbeit bewältigt sind.
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