Dalheim-Rödgen: Neue Heimat für Waldorfschüler
VON MICHAEL HECKERS - zuletzt aktualisiert: 21.08.2008Dalheim-Rödgen (RPO). Die Waldorfschule hat der Stadt Wegberg das Schulgebäude in Dalheim-Rödgen, die Turnhalle und benachbarte Freiflächen abgekauft. Brauchtumsveranstaltungen wie die Kirmes sollen weiterhin dort stattfinden können. Die Schule plant bereits eine Erweiterung.
Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe hat Bürgermeisterin Hedwig Klein gestern im Beisein von Ratsvertretern von SPD, FDP und Grüne das Dalheimer Schulgebäude der ehemaligen Gebrüder-Grimm-Sprachheilschule an die Freie Waldorfschule im Kreis Heinsberg übergeben. Der Verein zur Förderung der Freien Waldorfschule hatte der Stadt das Gebäude am 13. August abgekauft.
Klein: Gelände bleibt zugänglich
Klein brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass das Gebäude auch in Zukunft einem schulischen Zweck diene. Das Angebot der Waldorfschule, mit den Dalheimern und der Dorfgemeinschaft zusammenzuarbeiten, habe sie sehr gefreut. Das Schulgebäude und die von der Waldorfschule erworbenen Flächen liegen mitten in Dalheim-Rödgen, gleich neben der Kirche. In den vergangenen Jahren fanden dort viele Brauchtumsveranstaltungen statt. „Die Kirmes kann weiterhin auf dem Gelände der Schule stattfinden. Auch der kleine Bolzplatz bleibt für alle Dalheimer Kinder offen“, sagte Klein.
Waldorfschule
Pädagogik Künstlerische und handwerkliche Fächer sind gleichberechtigt mit Lesen, Schreiben, Rechnen, Sprachen und Naturwissenschaft.
Klassen Jahrgänge 1 bis 12. Sitzenbleiben gibt es nicht.
Zeugnisse Statt Noten gibt es am Ende des Jahres ein ausführliches Textzeugnis.
Geschäftsführer Dr. Martin Errenst und Ralf Bußberg vom Vorstand des Fördervereins der Waldorfschule lobten die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt bei den Vertragsverhandlungen. Anfang 2007 hatte die Schule zunächst ein Mietverhältnis mit der Stadt geschlossen. Am 20. Juni 2006 stimmte der Rat dem Verkauf des Schulgebäudes an die Freie Waldorfschule zu, am 19. September 2006 gab er grünes Licht für den Verkauf der benachbarten Turnhalle. In den vergangenen Monaten fanden nach Angaben der Stadt Gespräche mit der Bezirksregierung Köln und den finanzierenden Banken statt. Dem Notarvertrag, der nun unterzeichnet wurde, stimmte der Rat in nichtöffentlicher Sitzung vor zwei Monaten zu.
Die Schüler präsentierten während der symbolischen Schlüsselübergabe ein Flötenstück und trugen den Prolog des Johannesevangeliums in deutscher und lateinischer Sprache vor.
Verkauft wurden nach Angaben der Bürgermeisterin das Schulgebäude, die Turnhalle und benachbarte Liegenschaften, die für die weitere Entwicklung der Schule genutzt werden könnte. Bis zum 30. Juni 2013 könnten die Turnhalle von Kindergärten, Schulen und Vereinen in Anspruch genommen werden. Bis dahin soll an einer vorhandenen städtischen Schule eine neue Turnhalle gebaut werden. Laut Ralf Bußberg arbeitet bereits ein Architekt an Erweiterungsplänen für die Waldorfschule. Bisher läuft der Unterricht in der einzügigen Schule bis zur Klasse 9. Künftig soll er bis zur Klasse 12 stattfinden.
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