Kreis Heinsberg: "Pin" statt Doppelkarte
VON ANKE BACKHAUS - zuletzt aktualisiert: 12.04.2008Kreis Heinsberg (RPO). Die alte Doppelkarte der Versicherer hat ausgedient, wenn es um die Zulassung eines Fahrzeuges geht. Referenznummern ersetzen das alte Modell, auch in der Kreis Heinsberger Zulassungsstelle.
Wer vor kurzer Zeit die Zulassung eines Fahrzeuges regeln wollte, musste noch mit der Doppelkarte seiner Versicherung zur Zulassungsstelle. Zu viel Aufwand, zu viel Papierkram befanden die behördlichen Stellen. Seit dem 1. März ging’s statt mit Doppelkarte auch mit der so genannten Referenznummer. Seit dem 1. April nimmt die Zulassungsstelle des Straßenverkehrsamtes in der Kreisverwaltung Heinsberg nur noch die Nummern an.
Für alle geht’s jetzt einfacher
Dass die neue Prozedur Vorteile für alle Beteiligten hat, erläutert Helmut Görtz, Mitarbeiter der Zulassungsstelle: „Das Prinzip ist für uns einfacher, aber auch für den Fahrzeughalter.“ Der Kunde bringt die üblichen Unterlagen mit und legt sie den Mitarbeitern der Zulassungsstelle vor. Statt der Doppelkarte muss der Kunde nur noch eine Nummer seiner Versicherung zur Hand haben, die die Zulassungsstelle in den Computer eingibt. Görtz erläutert: „Im Grunde braucht der Fahrzeughalter nicht mehr selbst den Gang zur Versicherung erledigen, das funktioniert auch ganz einfach am Telefon.“ Auch das Zusenden der Doppelkarte entfällt.
Kontakt zum Verband
Bei Unklarheiten nimmt die Zulassungsstelle des Kreises Heinsberg noch hin und wieder Kontakt zum Gesamtverband der Deutschen Versicherungsindustrie auf, um die Referenznummern zu erfragen.
Weitere Informationen erteilt das Straßenverkehrsamt auch im Internet unter
Noch im Umbruch
Da sich Versicherungen, Kunden und Zulassungsstellen noch an das neue Prozedere gewöhnen müssen, hakt es an der einen oder anderen Stelle. Für Görtz ist dies aber kein Problem, „denn das passiert immer, wenn neue Dinge noch in den Kinderschuhen stecken“. Görtz ist optimistisch, dass die Probleme bald vom Tisch sind. Anfangs mussten die Mitarbeiter der Zulassungsstelle Kunden wieder nach Hause schicken, damit sie selbst für die richtigen Daten sorgten, doch heute „arbeiten Kunden und Mitarbeiter Zulassungsstelle Hand in Hand und regeln kleine Unklarheiten gemeinsam und möglichst schnell mit der Hilfe eines kurzen Telefonates“.
Vor allem für die Versicherer ergeben sich Vorteile. Damit meint Goertz, dass nicht mehr irgendein Versicherungsnehmer für den Versicherer in Frage kommt, denn zu Zeiten der Doppelkarte habe noch „getrickst“ werden können. Mit der Zuteilung der Referenznummer durch die Versicherer sei dies vorbei. Auch der Umweltaspekt sei von Interesse. Görtz: „Insgesamt ergibt sich auch ein wesentlich geringeres Papieraufkommen im Zusammenhang mit den Vorgängen bei der Zulassung.“
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