Erkelenz: Prima Premiere von "Pape kriegt Besuch"
VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 02.10.2009Erkelenz (RPO). Mit Besuch ist das so eine Sache. Bei manchem freut man sich nur einmal – wenn er sich verabschiedet. Und dann gibt's aber auch welchen, den man am liebsten gar nicht mehr gehen lassen würde. Zur zweiten Kategorie darf nach dem Auftritt in der mit knapp 500 Zuschauern sehr gut gefüllten Stadthalle getrost Mirja Boes gezählt werden. Die bekannte Schauspielerin, Komikerin und Sängerin mit viel TV- und Radiopräsenz war der erste Gast beim neuen Comedy-Format "Pape kriegt Besuch".
In ausgezeichneter Form war dabei jedoch nicht nur "Möhre", sondern auch der Gastgeber selbst. Dabei beeindruckte Christian Pape nicht zuletzt durch seine Vielseitigkeit. Schließlich fungiert der "Beecker Jung" bei dieser neuen Reihe nicht nur als Gastgeber und Comedian, sondern bittet den prominenten Gast auch zum Interview auf die Wohnzimmer-Couch. Diese für ihn bislang ungewohnte Rolle meisterte der 36-Jährige auch mit Bravour.
Offen, ehrlich und natürlich
Wobei er mit Boes freilich einen idealen Premierengast erwischt hatte. Denn sie zeigte sich beim halbstündigen Frage- und Antwortspiel genauso, wie man sie ohnehin kennt: offen, ehrlich und natürlich. Bezeichnend, dass sie im Vorfeld auf eine Absprache der Fragen verzichtet hatte. "Frag', was du willst", hatte sie zu Pape gesagt.
Der zeigte sich beim munteren Gespräch prima informiert, entlockte ihr einige pikante Details aus ihrer Jugend auf dem Lande – speziell ihre Vorliebe fürs "Cow-Kipping", dem Umkippen von im Stehen schlafenden Kühen auf dem nächtlichen Nachhauseweg. Und ihren künstlerischen Weg skizzierte sie gleichfalls sehr launig: "Meine Eltern haben sehr viel in meine klassische Ausbildung gesteckt – rausgekommen ist dabei aber nix."
Mit sehr viel Lokalkolorit
Ihre Qualitäten als Comedian stellte Mirja Boes mit Ausschnitten aus ihrem brandneuen Programm "Erwachsen werde ich nächste Woche" unter Beweis. Da wollte auch Pape nicht zurückstehen, kredenzte einige Passagen aus seinem Erfolgsprogramm "Schief gewickelt" und vor allem sehr viel Lokalkolorit. Dabei bezog er immer wieder leutselig die Zuschauer mit ein ("unter uns gesagt") – und hatte dabei speziell den in der ersten Reihe sitzenden Bürgermeister Peter Jansen im Visier.
So ganz allein empfing Pape den prominenten Besuch nicht. Am Keyboard saß die "Ein-Mann-Bigband" Stefan Bimmermann, als Assistentin fungierte die bezaubernde "Mandy", und mit den sechs "Gospelgirls Grambusch" besang Pape vergnüglich die Arche Noah.
Fazit: Eine Premiere, die Appetit auf mehr machte. Nächster Gast bei Pape wird am 18. November Ingolf Lück sein.
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