Heinsberg: Pur – umjubelt in Heinsberg
VON MARKUS PEGGEN - zuletzt aktualisiert: 02.08.2010Heinsberg (RPO). Rund 5000 Fans der populären Band kamen zum Open Air mit Hartmut Englers Crew auf den Markt der Kreisstadt. Sommerwetter, gut aufgelegte Musiker und Zuhörer in Partylaune garantierten einen Rundum-Erfolg.
Die Sonne strahlte, am blauen Himmel war kein Wölkchen zu sehen – nach einem langen Instrumentalvorspann kommen um kurz nach Acht langsam die einzelnen Bandmitglieder auf die Bühne. Als Letzter erscheint Frontmann Hartmut Engler begleitet von tosendem Jubel der fast 5000 Fans auf dem Heinsberger Marktplatz und legt sofort los: "Irgendwo in dieser Welt liegt ein kleines bisschen Glück" ist der erste Titel des Abends. "Dieses Glück liegt bestimmt heute hier in Heinsberg", sagt Engler und erntet zustimmenden Applaus.
Wiedersehensfreude
"Es ist extrem schön, Euch wiederzusehen, diesmal haben wir sogar die Sonne bestellt", verkündet Engler in Anspielung auf den Dauerregen beim Auftritt vor drei Jahren. Pur bringt in etwas mehr als zwei Stunden einen großen Querschnitt ihrer Stücke aus der inzwischen fast 30-jährigen Bandgeschichte, darunter auch viele Songs vom aktuellen Album "Wünsche".
Bei einer kleinen "Unplugged"-Einlage zeigt Engler dann auch seine humorvolle Seite: In Anspielung auf die Grand-Prix-Siegerin Lena hat Pur ihren gleichnamigen Kulthit kurzerhand umgedichtet: "Lena, wie ein kleines Sattalite", singt Engler mit gewollt falscher Betonung, um anschließend "Satellite" als Comedy-Version zum Besten zu geben. Es folgen Kulthits wie "Wenn sie diesen Tango hört" oder "Abenteuerland". Tausende Hände wiegen sich im Takt. Engler lacht immer wieder – Heinsberg macht auch der Band richtig Spaß.
Den hatten auch Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder oder auch Markus Palic, Geschäftsführer von Sponsor West. "Aller guten Dinge sind drei", sagt auch Roland Meintz von der Raiffeisenbank Heinsberg lachend, die als Hauptsponsor mit dafür gesorgt hat, dass eine der erfolgreichsten Deutschen Bands wieder in Heinsberg auftritt. "Endlich haben wir bei einem Open Air auf dem Marktplatz mal richtig gutes Wetter." "Wahnsinn", schreit Engler zum Finale in den inzwischen dunklen Abendhimmel. "Vielen, vielen Dank, da merkt man wieder, dass wir den besten Job auf der Welt haben...", der Rest geht im Jubel unter. Mit einem Schuss Selbstironie und einem "knallharten Protestlied gegen den Jugendwahn" verabschiedet sich Pur: "Ein graues Haar".
Mit "Johnny B Goode" lassen sie noch ungewohnte englische Töne folgen, um dann mit "Bis wir uns Wiedersehen" endgültig von den Heinsberger Fans Abschied zu nehmen. "Es war sehr sehr schön", sagt Engler nach dem Auftritt im Gespräch mit der Rheinischen Post, "Heinsberg ist toll, und wir haben das Wetter nachgeholt. Wir kommen gerne in drei Jahren wieder."
"Fräuleinwunder" wieder da
Dann könnte es vielleicht auch wieder einen Auftritt von "Fräuleinwunder" geben. Die Band der Jugendmusikschule Heinsberg unter anderem mit dem 17-jährigen Schlagzeuger Christian Frohn aus Orsbeck und den Frontfrauen Tamara Peters, Anja Backus und Maike Huppertz wurde für das erste Konzert von Pur damals gegründet und hatte sich extra für das aktuelle Vorprogramm wieder zusammengefunden.
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