Erkelenz: Schulbusbegleiter erwünscht
VON ANKE BACKHAUS - zuletzt aktualisiert: 07.07.2011Erkelenz (RP). Zum dritten Mal ist der Runde Tisch des Kinderschutzbundes zusammengekommen, um zu überlegen, wie die Verkehrssituation am Schulring verbessert werden könnte. Die Gespräche werden zwar konkreter, jedoch bleibt Skepsis, wenn es um die Umsetzung geht.
Die Meinung und Erfahrung der Polizei ist eindeutig. "Alle müssen sich vereint dem Thema stellen und über den Tellerrand hinausblicken", sagte Bert Roob, Verkehrssicherheitsberater bei der Kreispolizei in Heinsberg. Die Verkehrssituation rund um den Schulring und am "ZOB" kennt er eingehend und sitzt deshalb mit am Runden Tisch, den der Kinderschutzbund Erkelenz initiiert hat. Inzwischen zum dritten Mal kamen Vertreter des Kinderschutzbundes, der Polizei, Schulen, Stadt Erkelenz und des Kreises Heinsberg zusammen, um die manchmal kritische Verkehrslage am Schulring zu verbessern.
Schon in den ersten beiden Sitzungen war klar, dass das Gesamtpaket riesengroß ist, angefangen bei den Elterntaxis bis hin zu vollen Bussen. Bei der dritten Runde stand erneut das Schulbusbegleiterprojekt zur Diskussion und wurde weiter festgezurrt. In Wassenberg läuft das Projekt gut, dort begleiten ältere Schüler die Jüngeren im Bus. Mittlerweile lässt Michael Okuhn, stellvertretender Leiter der Direktion Verkehr bei der Kreispolizei, das Argument nicht mehr gelten, in Wassenberg sei die Situation wesentlich einfacher, weil es im betreffenden Bereich nur die Betty-Reis-Gesamtschule gebe: "Wir können die Wassenberger Erfahrungen aufnehmen und auf Erkelenz runterbrechen, abstimmen und weiterentwickeln."
Auch die Schüler zeigten eine ansatzweise Bereitschaft, weiter über das Thema zu reden. Noch ist die Lage so, dass die älteren Schüler keine echte Begeisterung für das Schulbusbegleiterprojekt entwickelt haben. Die Schüler sagten beim Runden Tisch aber, das Thema nicht aus den Augen verlieren zu wollen.
"Extrem viel Arbeit"
Indes bot Michael Kutz, der Vorsitzende des Erkelenzer Kinderschutzbundes, an mit den Leitungen aller Schulen im Schulzentrum zu sprechen. Dabei machte Bert Roob deutlich: "Wir wissen, dass es ein halbes Jahr extrem viel Arbeit für die Lehrer bedeutet. Aber wir wissen am Beispiel Wassenberg auch, dass sich diese Arbeit lohnt, wenn man am Ball bleibt." Die Skepsis bei den Lehrern in puncto Realisierung war in der Sitzung noch klar spürbar, sie sicherten jedoch zu, mit den Schulleitungen darüber zu sprechen.
Des Weiteren soll ein Elternbrief aufgesetzt werden, um vor allem den Eltern der neuen Fünftklässler das Thema Busfahren näher zu bringen. Zum Abschluss brachte Michael Kutz die gemeinsamen Bemühungen nochmals auf einen Nenner: "Wichtig sind ein konstruktives Zusammenarbeiten und ein offener Umgang miteinander."
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