Erkelenz: Schulen: Kritik an Hückelhovens Alleingang
VON MICHAEL HECKERS - zuletzt aktualisiert: 06.09.2010Erkelenz (RPO). KREIS HEINSBERG Der Alleingang der Stadt Hückelhoven im Bemühen, eine Gesamtschule im Stadtgebiet einzurichten, hat offenbar für Unmut in den Nachbargemeinden gesorgt. Die CDU-Kreistagsfraktion beantragte, der Landrat möge alle Städte und Gemeinden zu einem Gesprächstermin einladen. Die FDP-Kreistagsfraktion schlägt vor, einen Runden Tisch einzurichten.
Angesichts rückläufiger Schülerzahlen hatte ein Fachbüro aus Bonn Vertretern von Politik und Verwaltung aller Städte im Kreis Heinsberg am 1. Juni die Ergebnisse eines Gutachtens präsentiert. Daraus soll ein kreisweiter Schulentwicklungsplan entstehen. Der Gutachter riet, eine weitere Gesamtschule in den bestehenden Schulgebäuden im Kreis Heinsberg einzurichten.
Die Stadt Hückelhoven hat mit einer Elternbefragung begonnen, nachdem sich der Schulausschuss für die Errichtung einer Gesamtschule ausgesprochen hatte. "Die Initiativen in Hückelhoven zeigen, dass es vor Ort bereits zu Auswertungen des Gutachtens gekommen ist", heißt es im Antrag der CDU. Dies müsse aber mit allen Kommunen abgesprochen werden, teilt die Union weiter mit. Alleingänge seien im Sinne einer Gesamtlösung zu vermeiden. Der Kreis Heinsberg sollte in dieser Angelegenheit eine moderierende Funktion übernehmen. Bei den Treffen sollen die Ergebnisse und jeweiligen kommunalen Absichten aus dem Gutachten zur kreisweiten Schulentwicklungsplanung sowie Erwartungen an die jeweilige Nachbargemeinde interkommunal diskutiert werden. Ziel sei es, dass sich alle Kommunen über die Vorgehensweise abstimmen und auf gemeindeübergreifende Lösungen einigen.
Die FDP-Kreistagsfraktion beantragte, einen Runden Tisch zum Thema Schulentwicklungsplanung unter Moderation des Kreises einzurichten. Grund des Antrags ist die schnelle Beschlussfassung in Hückelhoven, Teile des Gutachtens bereits zeitnah und im Alleingang umzusetzen, teilen die Liberalen mit. Wesentlicher Gesichtspunkt des Gutachtens sei jedoch die Erkenntnis, dass die Kommunen bei der Gestaltung der Schullandschaft zwar autonom sind, ohne Absprachen aber nicht die bestmöglichen Ergebnisse erzielt werden. Frage des Tages
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