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Erkelenz: Situation entschärfen

VON ANKE BACKHAUS - zuletzt aktualisiert: 17.03.2011

Erkelenz (RPO). Alle sind sich einig: Die Verkehrslage im Schulzentrum muss sicherer werden. Dazu lud der Kinderschutzbund zumRunden Tisch ein. Über das "Wie" diskutierten die Teilnehmer sehr kontrovers. Eltern kritisierten West Energie.

Alltäglicher Ansturm auf die Busse nach Schulschluss auf dem Zentralen Omnibusbahnhof in Erkelenz. Klagen und Ärger über Chaos und überfüllte Busse reißen nicht ab.   Foto: RPO
Alltäglicher Ansturm auf die Busse nach Schulschluss auf dem Zentralen Omnibusbahnhof in Erkelenz. Klagen und Ärger über Chaos und überfüllte Busse reißen nicht ab. Foto: RPO

Der kurze Film zeigte eindeutige Szenen: Der zentrale Omnibusbahnhof "ZOB" an der Krefelder Straße ist hoffnungslos überfüllt, leichtsinnige Schüler versperren den Bussen die Fahrbahn, die Fahrer müssen schon hupen, um die Schüler von der Straße zu bekommen. Der alltägliche Wahnsinn, vor allem mittags, im Erkelenzer Schulzentrum. Der Ortsverband Erkelenz des Deutschen Kinderschutzbundes lud erstmals zu einem Runden Tisch ein, um die prekäre Lage im Schulzentrum zu erörtern, am Tisch saßen Vertreter der weiterführenden Schulen und Elternpflegschaften, Polizei, West Energie und Stadt Erkelenz.

Info

Weitere Haltestellen

Bauxhof Vorgeschlagen wurde, das Bauxhofgelände für weitere zentrale Haltestellen zu nutzen.

Busbegleiter An der Wassenberger Betty-Reis-Gesamtschule existiert das Busbegleiter-Projekt, das die Schüler ausbildet, sicher mit dem Busfahren umzugehen.

Treffen Im April/Mai will der Runde Tisch erneut tagen.

Ärgernis Elterntaxis

Was eigentlich für eine Stunde geplant war, dehnte sich auf weit über zwei aus, so sehr brannte den Teilnehmern das Thema unter den Nägeln. Vordergründig berichteten die Eltern und Schulen, wie gefährlich morgens und mittags der Schulring und die Krefelder Straße werden. Rita Hündgen, Schulleiterin des Cusanus-Gymnasiums, sieht dabei Tag für Tag diese Bilder: "Besonders ärgerlich sind die Elterntaxis, die fast bis in die Schule fahren. Hier müssen auch mal die Eltern in die Pflicht genommen werden." Eine Schülerin, die täglich mit dem Fahrrad zur Schule kommt, hat dabei oft beobachtet, wie die sogenannten Elterntaxis sogar die Radwege blockieren und so für unnötige Gefahr sorgen.

Rund 7500 Schüler sind es, die das Schulzentrum im wahrsten Sinne des Wortes bevölkern. "Es gibt für diese Menge zu wenig Raum", meinten die Schülervertreter. Der ZOB sei definitiv zu klein. Dass die Schüler gerade dort und überhaupt an den Haltestellen undiszipliniert seien, erklärte Karl Schmitz, seit 41 Jahren Busfahrer: "Das Anfahren an Haltestellen ist katastrophal. Es ergibt sich eine große Drängelei. Entspannung würde sich schon ergeben, wenn die Schüler durchgehen würden und so Platz für weitere Fahrgäste machen."

Besonders die Eltern kritisierten die West Energie scharf. Überfüllte Busse, zu lange Fahrzeiten, schlechte Fahrpläne – Elterntaxis seien da nur verständlich. Aus Sicht der Kreispolizeibehörde nicht. Michael Okuhn, stellvertretender Leiter der Direktion Verkehr, lehnt diese Art von Taxis grundsätzlich ab, da sie für unnötige Gefahr sorgen. Daneben zeigte er Unfalllage und die Ursachen der Unfälle, die sich im Bereich Schulring und Krefelder Straße ereignen. Er appellierte an die Teilnehmer des Runden Tisches, jeder müsse seinen Beitrag zur Verbesserung leisten: "Es ist ein fortlaufender Prozess, der in kleinen Schritten in Gang gesetzt werden muss."

Quelle: RP

 
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