Erkelenz: Solaranlagen – gute Erträge
zuletzt aktualisiert: 29.09.2009Erkelenz (RPO). Die Bürgersolar-Genossenschaft "Sonnenschein eG" ist mit der Leistung ihrer beiden Anlagen zufrieden. Sie plant sogar eine dritte Solaranlage in Betrieb zu nehmen. Sie soll auf dem städtischen Bauhofgelände installiert werden.
Genossenschaft
Die genossenschaftliche Rechtsform habe sich für Projekte wie der Sonnenschein eG bewährt, hieß es bei der Versammlung. Das Projekt habe wie Volksbanken und Raiffeisen-Warengenossenschaften nicht Gewinnmaximierung, sondern die Förderung der Mitglieder zum Ziel. Zudem ermögliche sie unbürokratisch vielen Menschen eine risikoarme, aber überaus aktive Teilhabe an großen Investitionsprojekten.
Die erste im Kreis Heinsberg gegründete Bürgersolar-Genossenschaft hatte einen guten Start – und legt jetzt noch weiter zu: Die Stromerträge aus den beiden Anlagen der Erkelenzer Sonnenschein eG auf der Luise-Hensel-Schule und der Franziskusschule liegen aktuell bis zu 15 Prozent über den erwarteten Werten. Zudem soll mit dem Kapital der nun 83 Mitglieder eine dritte Anlage installiert werden, und zwar auf dem Bauhofgelände der Stadt.
Das berichteten die beiden Vorstandsmitglieder Franz-Josef Peters und Torsten Stoll auf der ersten Generalversammlung der Genossenschaft. Ein Zitat von Victor Hugo gab der Sitzung in der Volksbank Erkelenz-Hückelhoven-Wegberg das passende Motto: "Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist". Peters ging in seinem Bericht zunächst auf die Motivation der Initiatoren ein, nannte den Klimawandel und die Suche nach Alternativen zu fossilen Energieträgern als Hauptgründe für die Gründung.
Außerdem sei die Erkelenzer Sonnenschein eG ein gutes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement, das von Stadt und Bürgern gemeinsam getragen werde. "Dezentrale erneuerbare Energien eignen sich hervorragend dazu, die Kommunen und die Menschen in der Region auf dem Weg in ein neues Energiezeitalter mitzunehmen und an der Entwicklung teilhaben zu lassen." Erneuerbare Energieproduktion, Nachhaltigkeit über Generationen, weniger Abhängigkeit von Energieimporten, Förderung von Technik- und Fertigungskompetenz in der Region und in Deutschland – diese Vorteile, hob Peters hervor, nutze die Genossenschaft mit den gesetzlichen Möglichkeiten der Solarstromgewinnung.
Die Stadt Erkelenz stelle die Flächen zur Verfügung, die "psm Nature Power Service & Management GmbH & Co. KG" als ortsansässiges Dienstleistungsunternehmen für Windenergie- und Solaranlagen ihr technisches Fachwissen. Die Volksbank sorge für die finanzielle Ausstattung und Kompetenz zur Gründung einer Genossenschaft.
Im vergangenen Oktober hatten sich zwölf Gründungsmitglieder getroffen, heute hat die Genossenschaft 83 Anteilseigner. Noch im Dezember 2008 ist die Stromproduktion aufgenommen worden und hat die ersten Erträge gebracht. Wegen des hohen Interesses, so Torsten Stoll, wurde bereits im April die zweite Anlage gestartet. In allen Monaten habe die Stromerzeugung über den berechneten Werten gelegen.
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