Erkelenz: Spiel und Spaß für die Kinderrechte
VON CARSTEN PREIS - zuletzt aktualisiert: 05.09.2008Erkelenz (RPO). Viel Radau für die Rechte der Kinder wollen der Kinderschutzbund, die Stadt, Schulen und Kindergärten am Weltkindertag machen. Viele Einrichtungen bieten an diesem Tag eigene Aktionen an. Zum Abschluss treffen sich alle im Ziegelweiherpark.
Ein neues Konzept bestimmt den Weltkindertag (WKT) am Samstag, 20. September, in Erkelenz. Waren im vergangenen Jahr die Stadt und Jugendfreizeiteinrichtungen aktiv, fanden sich nun ein neuer Mitveranstalter, der Deutsche Kinderschutzbund Erkelenz, und neue Partner – fünf Schulen und 13 Kindergärten – um an diesem Tag den Kindern mehr Gehör zu verschaffen.
Das bestimmende Motto lautet „Kinder haben Rechte“. Es soll in einer Vielzahl von Veranstaltungen, von Ausstellungen über Infostände, Spiele und Bastelaktionen zur Sprache kommen. Zum Abschluss treffen sich alle Teilnehmer zu einer gemeinsamen Veranstaltung im Ziegelweiherpark.
Info-Flyer
Acht Schulen und Kindergärten planen am Aktionen und Präsentationen in ihren Räumen. Das konkrete Programm wird zeitnah an Schulen und Kindergärten verteilt und auf den Internetseiten der Stadt und des Kinderschutzbundes zum Download bereitstehen. Info gibt es auch unter Telefon 02431 980296.
Ziel sei es, sagte Kinderschutzbund-Vorsitzender Michael Kutz bei der Vorstellung des Programms, das Thema in das „Bewusstsein der Menschen zu bringen“. Daher richten sich etliche Angebote auch an Erwachsene. Viele der Aktionen sind langfristig angelegt, werden in Projektwochen erarbeitet und am 19. und 20. September mit Aktionen präsentiert. Verschiedene fröhliche Veranstaltungen für Spiel, Tanz, Basteln und Singen haben einen ernsten Hintergrund.
Das Cornelius-Burgh-Gymnasium eröffnet das Programm am Freitag, 19. September, mit der Aktion „Kinder lesen für Kinder“. Alle anderen Veranstaltungen finden am Samstag statt. So stellt etwa die Astrid-Lindgren-Schule ihre Projektarbeit „Kindertage in Bullerbü – niemals Gewalt“ vor, der Kindergarten St. Lambertus betont mit Infoständen und Spielaktionen das Kinderrecht auf Bildung, und die Franziskus-Schule hebt das Recht von Kindern auf Freizeit und Spiel hervor.
Neben den Kinderrechten sei es ihm auch wichtig gewesen, die Kinder auf ihre Pflichten aufmerksam zu machen, etwa die Schulpflicht, sagte Heinz Musch, ehemaliger Rektor der Schule. Die Idee zum neuen Konzept hatte der Kinderschutzbund, sagte Erster Beigeordneter Hans-Heiner Gotzen. Sie habe sich, dank des großen Zuspruchs quasi verselbstständigt.
Zu der zentralen Abschlussveranstaltung um 16 Uhr,im Ziegelweiherpark sind Sternmärsche der Gruppen geplant. Dort präsentieren sich auch Schulen und Kindergärten, die keine eigenen Aktionen für den Tag vorgesehen haben. Die Abschlussveranstaltung selbst steht im Zeichen von Tanzen, Singen und vor allem Trommeln (die zuvor gebastelt werden). „Das wird richtig laut“, sagt Michael Kutz und hofft, dass man da mit einmal „richtig Radau“ für Kinderrechte machen könne.
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